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Allerdings gehört zu den erſtaunenswürdigen Forty ſchritten der neueren Zeit auch der Einfluß, welchen die Züchtungskunde auf die Bildung und Nukbarkeit der Hausthiere ausübt; dieſer Einfluß wird aber nur ſo lange erfolgreich und wahrhaft fruchtbringend ſeyn, als er ſich innerhalb der Gränzen bewegt, welche ihm die. Natur ſelbſt geſtellt hat. Außerhalb derſelben werden die Erfolge entweder bald ſpurlos verſchwin? den, oder ſie werden Rückſchritte veranlaſſen, zu deren Wiedereinholung ein langer Zeitraum gehört. Oft auch beſchränkt ſich die vortheilhafte Einwirkung der Züchtungsfunde, bei Kreuzungen oder bei Reinerhal: tung der Racen,« bloß auf das örtliche und nationelle; wovon uns England mehrere Beiſpiele. darbietet. S9 ſind dort durch Kunſt in der Paarung beſondere, von der Natur ganz abweichende Geſtalten in Schaafen und Schweinen hervorgebracht worden, die wegen der großen Fettigkeit, welche ſie erreichen, dort ſehr ges ſchäßt werden, was ihnen, im Verhältniß zu den Koſten ihrer Erziehung, bei uns keinen Werth geben kann, weshalb der deutſche Landwirth Bedenken trägt, ſie ſich zu verſchaffen;
Eben ſo prüfend ſollte auch, der deutſche Pferde- züchter verfahren, und nur ſolche engliſche Zuchtpferde verwenden, welche, außer vollkommener Fehlerfreiheit,


