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Ueber die Eigenschaften des Soldaten-Pferdes und die Mittel, die Zucht desselben zu befördern / von G.G. Ammon [...]
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Pferdezucht in England gehoben haben; aber kein Unbefangener wird in Abrede ſtellen, daß ſie ihr nur in Bezug auf den Zwe> der vermehrten Schnelligkeit förderlich waren. Nur dieſe Eigenſchaft, keine an: dere Gebrauchsfähigkeit, prüft der Wettlauf. Doch . er begnügt ſich nicht mit der Prüfung; die höchſt! mögliche Steigerung dieſer Eigenſchaft iſt ſein Zwe, deſſen Erreichung nur durch Verbildung des Ge: ſchöpfes erreicht werden kann. Schon nach mechani: ſchen Geſetßen, vielmehr aber noch nach der Ordnung der Natur in der Harmonie aller Theile am Körper des Pferdes, iſt es begründet, daß die werthvollſten Eigenſchaften, die vorzüglich der Gebrauchsfähigkeit des Pferdes zum Stükpunkte dienen, verloren gehen müſſen, wenn ſeine höchſte Schnelligkeit erreicht wer: den ſoll. Führt dieſe, wie die Erfahrung lehrt, die Schwächung einzelner Körpertheile herbei, und wird ſie eben dadurch die Quelle verderblicher Mangelhafy- tigkeiten und erblicher Fehler, dann darf ſie nicht län: ger der Gegenſtand eines vernünftigen Strebens ſeyn, und es wird Pflicht, die Linie ſcharf ins Auge zu faſſen, über welche hinaus Entartung, Verunſtaltung und wahrhafte Entwürdigung des Geſchöpfes" liegt. Wahrlich, die Natur verſtattet dem Menſchen nicht, ungeſtraft in ihr Handwerk zu pfuſchen.