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Ueber die Eigenschaften des Soldaten-Pferdes und die Mittel, die Zucht desselben zu befördern / von G.G. Ammon [...]
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der Hals und die Beine ſind durch die Ausdehnung und Vergrößerung ſehr lang geworden, und das Haar hat ſich, unter De>en, noch verfeinert.

Mehr noch in den Eigenſchaften, als in der Ge:

ſtalt, iſt das engliſche Rennpferd vom arabiſchen Pferde 3 abgeartet. Die Schnelligkeit hat ſich vermehrt, aber manche andere Vorzüge des arabiſchen Pferdes ſind verloren gegangen: die Gewandtheit, die Biegſamkeit, das Geſammeltſeyn und die angenehmen Gangarten des arabiſchen Pferdes haben ſich verloren; an ihre Stelle iſt ein ſtarres, unbiegſames Weſen, ein Wider wille gegen jede Sammlung auf das Hintertheil und gegen Annahme einer der Reitkunſt gemäßen Stel: lung getreten. Statt jenes heitern und geiſtvollen Weſens des arabiſchen Pferdes, iſt in den meiſten Fällen ein geiſtloſes und oft widerſtrebendes Beneh: men ſein Eigenthum geworden.

Aus. dem Angeführten ergiebt ſich, daß der eng? liſche Wettrenner die meiſten Vorzüge des arabiſchen Pferdes, welche dieſes ſo geeignet zum Soldatenpferde macht, abgelegt hat. Wenn dieſe Vorzüge, welche das brauchbare Reitpferd auszeichnen, noch in andern Racen der engliſchen Pferde angetroffen werden, ſo ſind es diejenigen, worin nur eine Beimiſchung des Blutes der Wettrenner iſt, die von der andern Seite