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zeichnet haben, nur ſelten noch in Spanien jet an! getroffen. Sie ſtehen im Werthe den arabiſchen Pferden ſehr nach, werden aber noch in mehreren Ländern als Schulpferde geſchält, weil ſie ſich durch erhabene Gangarten und Biegſamkeit für die Schul? reiterei auszeichnen3 aber in ihrer Geſtalt ſind ſie vom arabiſchen Pferde meiſtens ſehr abgeartet.
England zieht durch ſeine Pferdezucht die Auf? merkſamkeit von ganz Europa auf ſich. Das eng? liſche Pferd, mit ſeiner ſchönen, gefälligen Form, iſt der Gegenſtand des Wünſchens und Begehrens in allen Ländern; es iſt ein ſtehender Luxus- Artikel ge! worden, welcher dem übrigen Europa fortwährend große Summen entzieht, und welcher von den Reichen in allen Ländern anſcheinend nicht mehr entbehrt wer? den kann, daher in andern Ländern das Verlangen, dieſes Pferd ſelbſt zu erziehen.
England hat die Veredlung ſeiner Pferderacen den arabiſchen Pferden zu verdanken, welche man fort? während dort eingeführt und in der Wettrennerrace rein fortzupflanzen ſich bemüht hat. Die vor mehr als einem Jahrhundert dort errichteten Wettrennen haben den Antrieb dazu gegeben, und das Beſtreben, die kräftigſten und ſchnellſten Pferde aufzuſuchen, in England einzuführen und dort zu erziehen, aufgeregt,


