4 Soldatenpferde auch im Frieden Anregung, öffentliche Prüfung und Anempfehlung, damit nicht nur die Menge, ſondern auch die Qualität der Kriegspferde nicht fehle.
In Staaten, wo der gewerbliche Betrieb die Hauptſache iſt, und wo die Gränzen, wie England durch ſeine hölzernen Wälle=- Kriegsſchiffe= ge? ſchükt ſind, kann di? Pferdezucht bloß Gegenſtand des Vergnügens, des Luxus, des gewerblichen Be/ triebes und der dahin abzweenden Spekulation blei! ben. Es kommt dort auf die Prüfung und die Aus? wahl nicht ſo viel anz Wettrennen und«Jagden wer! den eine genügende Anreizung zur Aufzucht des Be dürfniſſes ſeyn, ſo wie die Summen, welche Luxus und Reichthum darauf verwenden.
In militairiſchen Staaten aber, wo die Aufrecht! haltung eines Vertheidigungszuſtandes erforderlich iſt, darf die Auswahl, Prüfung und Zucht der Pferde nicht dem Ungefähr und der bloßen Spekulation überlaſſen ſeyn, da im Fall eines Krieges nicht nur die Zahl, ſondern auch die Qualität der Pferde feh len könnte- Darum bemerkt nian jekt überall in Deutſchland die Verwendung großer Mittel zur Em?
porbringung, Vermehrung und Verbeſſerung-der|
Pferdezucht. Es wird darauf gewacht, daß die Zucht


