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ließ ſich nichts entſcheidendes beſtimmen, obgleich Mehrere der Meinung waren, die BoFXlämmer nähmen meiſtentheils den Charakter des Vaters, die Zibben den der Mutter an, Herrr v. Rau- mer bemerkte noch daß die ſtärkere Vererbung von dem Alter der ſich begaktenden Thiere ab- hänge, die jüngeren vererbten mehr und beim Gebrauch junger Stammthiere käme man ſchnel- ler vorwärt3- Das Lamm einer ſechsjährigen Mutter und eines einjährigen Vaters würde mehr : vom leßteren als von erſterer annehmen. Ge- 'gen dieſe Meinung führte Herr v. Romberg an, daß er ſelbſt einen bereits vierzehnjährigen Sprungbo>X noch gebrauche, weil er weit ſtärker vererbe als alle jüngeren 3 welcher Meinung auch Herr Thaer nach ſeiner Erfahrung beitrat.
Den 12ten May 1823.
Der Präſident legte, bevor die eigentlichen Verhandlungen fortgeſeßt wurden, erſt noch drei Vließe von direct aus Spanien abſiam- menden Müttern vor, die zwar den Fraftwolli- gen oder Infankado-Charakter, jedo< mit ver- ſchiedenen Modificationen trugen. Nr. 36 beſaß dieſen Character am ſtärkſten und wog möglichſt rein gewaſchen 4 Pf- 29 Loth und war von ei- ner Mutter die bereits Sechs Lämmer gebracht hatte- Nr. 37 hatte feineres Haar, welches nur auf dem HinterrüFen und den Keulen zurü&- ſchlug und wog 3 Pf- 14 Loth. Nr. 38 beſaß ein gedehntes Haar und ſpitzen Stapel aber von ſolcher Hdhe, daß ſein Gewicht 5 Pf- 27 Loth, und zwar nach dem fünften Lammen betrug. Der Präſident erſuchte die Aufmerkſamkeit auf dieſe Vließe zu richten, um die gegen die Infan- tado-Raßen zu ſehr eingenommenen Meinungen,
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einigermaßen zu berichtigen. Es ſey keine Eele- toralwolle und ſie könne deren Preis um ſo we- niger erreichen, da Wolle dieſer Art aus Spanien
und mehrern andern Ländern, genugſam und zu*
geringern Preiſen. geliefert werde. Jedoch glau=z
„be er daß ſie zu den häufigſten und nußbarſten
Fabricaten, dem kräftigſten Tuche, ſo wie auch zur Kette hochfeiner Tücher, unentbehrlich ſey, und daß das Gewicht dieſer Vließe den gerinz gern Preis hinreichend erſeße, zumal da die VP an- tener Schäferey, aus welcher dieſe Vließe ge- nommen, im letzten Jahr nur ſchwach gefuttert habe. Der Fabrikant Herr Brehmer ſtimmte dieſer Meinung bei, gab aber dem Vließe Nr. 37 einen entſchiedenen Vorzug, weil es den Infan- tado= und Electoral= Charakter vereinigt be- ſäße. Infantadowolle allein gebe ein ſtarkes brett- artiges Tuch, Electoralwolle dagegen ein ſchwa- <es ſanftes, auch hätten dieſe Tücher keine ſo gute feſte Walke; durch die Verbindung beider, würde dieſen Mängeln aber gänzlich abgeholfen. Herrn Köhler hielt daßelbe Vließ Nr. 37 für vorzüglich zu jeder Fabrication feiner und ele- ganter Waare und bemerkte ebenfalls daß der ſich mehr trennende Stapel dieſes Vließes einen Mittelcara>ter beyder Raße= Cigenſchaffen an zeige; dagegen ſpreche der Stand der Stapel bei ven beiden andern Vließen für den Infantado- Charakter.
Der Präſident ſtimmke zwar darin überein-
daß ſich die Wolle von Nr. 37 dew. Eleckoral- Eharacter nähere, die Mutter aber ſelbſt ſey von reiner ſpaniſcher Abkunft unvermiſcht mit ſächſi- ſchem Blute, auc habe dieſes Vließ ein pechar- tiges Fett gehabt welches nur durc) warme Wäſche ſo weit herausgebracht worden ſey; wo= rauf Herr Spe> äußerte, daß an dieſen pech-
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