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An meine Mitbürger über das Edikt welches im Königlich-Preußischen Staat die künftigen Verhältnisse zwischen den Gutsherren und Bauern feststellet / von einem Preußischen Patrioten
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sie könne also unter keinen Umständen etwas verlieren, wohl aber wird ver Werth ihrer Grundstücke in dein Verhältnisse gehoben, als er vorher gegen die Dienstgüter an vielen Orten, aus Vorurtheil, zurück stand. TUM

9). Die Pächter. WEIH 16.'

Sehr wichtig ist dieser Stand für den Staak. Es bleiben noh viele, sehr

große Vorwerke zu bewirthschaften, welche die Grund- Eigenthümer nicht bewohnen werden; ohne Schlesten mag es jest 9 bis 10000 General* und Unterpächter oder Verwalter geben.= Man darf sich nicht verhehlen, daß vormals viele unter ihnen mehr durch den Natural- Dienst und auf Kosten der Bauern, als durch eigene her- vorstehende Kenntniß, Kapital, und Betriebsamkeit wohlhabend wurden; daß an- vere durch h9he Cautions-Geolver, welche fie erlegen mußten, zu Grunde gingen und noch zu Grunde gehen werden; daß das Naturaldienst- System Gelegenheit zu den so höchst schädlichen und gefährlichen Berpachtungen auf Furze Zeit gab, und die Intelligenz unndöthig machte, oder doch hinderte. Viele suchten mehr durch den den Handel, als durch eigentliche Produktion etwas zu gewinnen. Der Natural- dienst war die Ursache, daß man den eigentlichen guten Landwirth von dem bioßen Hauswirth nicht'gehörig unterschied, oder unterscheiden*konnie. ; Es läßt sich leicht begreifen, daß nach aufgehobenem Dienst, viele Pächter nicht Betriebs- Kavital genug behalten werden, oder daß es ihnen an Kenntniß fehlt, ohne Dienfie zu wirthschaften. Diese werden aber Gelegenheit findeu, kleine Ackernahrungen zu übernehmen.;|'

Unterdeß wird der Sinn für eine zweekmäßige Wirthschaft, welcher seit 10 Jahren aufgeregt ist, bei andern würksam, und der Unwissenheit das Vertrauen entzogen, dem AFerbau überhaupt auch mehr Kapital gevidmet werden. Mehrere Wisenschaft wirdihre Rechte behaupten, und so darf man erwarten, daß man künftig nur Pachten auf lange Zeit eingehen werde. Man wird nicht mehr hohe Cautions- Gelder hingeben, sondern sie zum Betrieb der Wirthschaft verwenden.= So wird sich nach und nach ein Stand bilden, dessen wohlthätiger Einfluß sich alsdann auch

auf die bäuerlichen Besißer erstre>en, und in Bildung, Sitten, Wohlhabenheit,.

unmerklich abstufen wird.

ee) Die Bauern. ; 578 Die Laß-Bauern sollen ein Drittel und die nicht erblichen Bauern die Hälfte ih- rer Grundstücke an die Gutsherren abgeben, um lektere für die genossene Dienste oder Pacht damit zu entschädigen.

a) Verlieren hierdurch die Bauern? Manche gläuben es3 ich kann die- ser Meinung nicht sein. Viele von ihnen haben, wenn sie die Hofwehr/ zu- rügeben müssen, nicht Betriebs- Capital genug, zu den sonst zu dem Hofe gehörigen Grundstücken. Andexe, welche Vermögen haben, werden sich

leicht