Am geſtrigen Samstag und zugleich als Be⸗ ginn der Univerſitätswoche wurde der Umbau der Univerſität durch Gauleiter und Reichsſtatt⸗ halter Sprenger geweiht. Anläßlich dieſer Feier⸗ lichkeit waren die Eingangshalle, die neue Emp⸗ fangshalle und die große Aula unſerer Landes⸗ univerſität mit Lorbeer, mit den Farben der Bewegung, mit der Büſte des Führers und den beiden neuen Führerbildern zum Empfang des Gauleiters feſtlich ausgeſchmückt. Um 10.15 Uhr
traf der Gauleiter vor dem Univerſitätsgebäude ein und unmittelbar darauf betrat er die Emp⸗
fangshalle der Univerſität, wo er durch den der⸗
zeitigen Rektor der Univerſität, Profeſſor Dr.
Kranz, den Senat der Univerſität und in
Gegenwart von geladenen Vertretern der Partei, des Stgates, der Stadt, der Wehrmacht und der Univerſität empfangen wurde.
An den Empfang ſchloß ſich unter der Führung von Stadtbaudirektor Gravert ein Gang durch die veränderten Räume an, die alle den Beifall des Gauleiters fanden, der auch ſichtbar über⸗
raſcht war, als er den vornehm ausgeſtatteten Empfangsraum betrat, deſſen woan che Wärme noch erhöht iſt durch einen großen braunen und
einen kleineren erdbeerfarbenen Teppich, mit⸗
denen die Böden des Empfangsraumes und des kleineren Vorraumes belegt ſind.
Der Feſtakt ſelbſt begann pünktlich 11.15 Uhr in der großen Aula mit dem Einmarſch des Senats und der geladenen Gäſte, an deren Spitze
der Prorektor Prof. Dr. Klute ſchritt. Ihnen
folgten der Gauleiter an der Seite des Rektors
der Univerſität. Als der Gauleiter Platz genom⸗ men hatte, ſetzte unſer Städtiſches Orcheſter unter der Leitung von Prof. Dr. Temesvary mit der„Akademiſchen Feſtouvertüre“ von Johannes Brahms ein, und als der Jubel dieſes klaſſiſchen Muſikwerkes verrauſcht war, betrat der Rektor das Podium zur Begrüßung der Anweſenden und zur Erſtattung des Jahresberichtes, den wir nach⸗
folgend in der Hauptſache im Wortlaut wieder⸗ geben.


