Jahrgang 
1903
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Wutsch des Diensteinkommens und steigt jedes Jahr um 1% bis zum Höchstbetrage von 70. Nach 50 Dienstjahren fil, 90 wird das volle Diensteinkommen als Ruhegehalt gewährt. Das Witwengehalt beträgt 20% des Diensteinkommens des Mannes, während das Waisengeld für jedes Kind bis zum vollendeten 15. Lebensjahre auf 10% des Dienst⸗ einkommens des Vaters, jedoch auf höchstens 200/, festgesetzt ist. Im Berichtsjahr wurden aus städtischen Mitteln gewährt: 107 geg Ruhegehalt für J Persee n Witwengeld für er Peres. Waisengeld für 1 er,.

zusammen 2069% 12

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Für anhaltende und befriedigende Arbeit im Sommer 1903 wurden auf Grund Beschlusses der Stadt verordneten-Versammlung vom 29. Oktober 1903 an 71 städtische Arbeiter besondere Vergütungen in Höhe von 2290% 42 c verwilligt.

Aus der umfangreichen Tätigkeit der städtischen Verwaltung dürften folgende Angaben von allgemeinem Interesse sein.

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Das Armenamt besorgt die Geschäfte der öffentlichen Armenpflege, der Waisenpflege, der Zwangs- erziehung verwahrloster Kinder, die Verwaltung der Stiftungen, die Fürsorge für Geisteskranke, Blödsinnige, Blinde, Epileptische und Taubstumme, sowie die Begutachtung der Unterstützungsgesuche für staatliche und sonstige Behörden. Bezüglich der Tätigkeit des Armenamts wird auf den unter D folgenden besonderen Bericht i verwiesen. g pelcher

Dem Standesamt obliegt neben den Geschäften dieses Amtes die Führung des seit 1. Juli 1903 neu errichteten Begräbnisamtes, die Aufstellung und Führung der Militärstammrolle und der Impfliste und der hiermit zusammenhängende schriftliche Verkehr. Das Geschäftstagebuch des Standesamtes weist für 1903 2891 Einläufe auf gegen 2509 im Vorjahr.

Bei dem Standesamt wurden in 1903 Einträge vollzogen

in dem Geburtsregister.... 980 gegen 1013 im Vorjahr e, Heine R 5 , Sterber, 596 6

Es gelangten insgesamt 422 Aufgebote zum Aushang, gegen 426 im Vorjahr. An gebührenpflichtigen welcher

Geburts-, Heirats- und Sterbe-Urkunden wurden 823 gegen 818 im Vorjahr, außerdem eine größere Anzahl gebührenfreier Urkunden zum amtlichen Gebrauch ausgestellt. Ermächtigungen zur Eheschließung auswärts wurden in 11 Fällen gegen 8 im Vorjahr erteilt. Den Gerichten wurde in 357 Fällen, im Vorjahr 359, Anzeige von der Geburt unehelicher Kinder zur Bestellung von Vormündern gemacht.

Die Militärstammrolle für 1903 umfaßt 399 Militärpflichtige gegen 326 im Vorjahr. Anträge auf Befreiung bezw. Zurückstellung vom Militärdienst wurden 10 gegen 11 im Vorjahr gestellt.

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Alle übrigen Geschäfte wurden durch das Sekretariat der Bürger meisterei besorgt. Die Zahl der Einläufe bei der Bürgermeisterei beträgt 12 504 gegen 12090 im Vorjahr. Ein Beamter besorgt die Geschäfte Ausfüh des Arbeits- und Wohnungsnachweises, sowie die An- und Abmeldungen der städtischen Arbeiter zur Kranken- daher i kasse und die Einziehung der Beitragsanteile derselben zur Kranken- und Invalidenversicherung, sowie die Ver tretung des Standesamts-Sekretärs. Ein weiterer Beamter besorgt die aus der Unfall-, Kranken- und Invaliden⸗ versicherung sich ergebenden Geschäfte der unteren Verwaltungsbehörde, die Führung des Hunderegisters und die Entgegennahme der Anträge auf Sühneversuche. Ein weiterer Beamter besorgt mit einem Gehilfen die Führung 1. Ji des Steuerbureaus, hält die Personenstandslisten auf dem Laufenden durch Wahrung der Zu- und Wegzüge Al sowie der Wohnungswechsel und stellt die für vorkommende Wahlen, für die Auswahl der Schöffen und Ge 2. Ji schworenen sowie für die Heranziehung zur Pflichtfeuerwehr erforderlichen Listen auf. so

Anträge auf Aufnahme in den hessischen Untertanenverband wurden im Berichtsjahre 15 gegen 23 im Vorjahr, Anträge auf Erteilung von Heimatscheinen und Staatsangehörigkeitsausweisen 64 gegen 46 im Vorjahr entgegengenommen. 3. Fi

Anträge auf Sühneversuche in Beleidigungssachen wurden 146, im Vorjahr 124 aufgenommen. In 26 bo (23) Fällen gelang es, die Parteien zu einigen, während in 104(95) Fällen diese Bemühungen erfolglos blieben 9 und in 16(6) Fällen der Antrag zurückgezogen wurde oder beruhen blieb.*

Anträge auf Erteilung der Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb oder zum Ausschank und Kleinhandel mit Branntwein lagen 52(im Vorjahre 45) vor, wovon jedoch 35(35) sich nur auf den Uebergang bestehender