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Paul(leiſe, ſehr ſchnell zu Robert). Zeig', daß Du ein ganzer Kerl biſt und kein bloßer Prahler. Mach' den Schlüſſel jetzt fertig.(Packen die Sachen zuſammen.)
Robert. Aber jetzt können wir ja doch nicht fort. Mama würde es merken.
Paul. Warum denn nicht? Wir ſpringen einfach durchs Fenſter auf den Hof. Die paar Fuß— pah!
Robert. Du biſt ein unglaublicher Kerl.
BBeide gehen nach links durch die Thür ab.)
Achter Auftritt. Frau Tillmann. Direktor.
Direktor. Ich wäre ſchon geſtern gekommen, aber ich wollte mich über Ihren Sohn erſt gründlich informieren. Er kann doch nicht hören, was wir hier ſprechen?
Frau Tillmann. Keinen Laut. Wenn er mit ſeinem Handwerkszeug beſchäftigt iſt, hört und ſieht er nicht, was um ihn vorgeht. Aber Sie machen mich ängſtlich.
Direktor. Dazu liegt keine Veranlaſſung vor. Ich bin jetzt meiner Sache ganz gewiß.
Frau Tillmann. Was haben Sie gehört?
Direktor. Ich darf Ihnen das nicht verhehlen. Es herrſcht bei meinen Kollegen eine förmliche Abneigung gegen Ihren Sohn. Sein Gebahren iſt ihnen vollſtändig unver⸗ ſtändlich. Einige halten ihn für geradezu beſchränkt.
Frau Tillmann. Das iſt aber gar nicht der Fall.
Direktor. Gewiß nicht. Die andern ſagen, es fehle ihm zwar nicht an Anlagen, aber er ſei grenzenlos teil⸗ nahmslos und zerſtreut..
Frau Tillmann(mit Thränen kämpfend). Das iſt für eine Mutter allerdings ſehr traurig zu hören.
Direktor. Faſſen Sie Mut. Sie haben mich auf die richtige Spur gebracht. Vor allem weiß ich jetzt, warum Ihr Sohn ſeine jugendliche Unbefangenheit verloren hat. Aber ich habe noch tieferen Einblick in ſeinen Charakter und ſeine Neigungen erhalten. Zu der trotzigen Verſchloſſen⸗


