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Der Gymnasialdirektor : Schauspiel in vier Aufzügen / von Eugen Zabel und Alfred Bock
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Robert. Das will ich ihm eintränken.

Paul. Komm, mir fällt ein, wie wir ihm einen Poſſen ſpielen können. Schnell, bevor Deine Alte kommt. Die ängſtigt ſich ja immer, wenn Du fortgehſt.(Man hört draußen ſprechen.) Pack den Kram da ſchnell weg.

Robert. Zu ſpät.(Er nimmt den Schlüſſel aus dem Schraub⸗ ſtock und ſteckt ihn ein).

Fünfter Auftritt. Vorige. Frau Tillmann. Frau Brand.

Frau Brand. Soweit wäre alſo alles in Ordnung. Ich möchte am liebſten gleich morgen einziehen, um aus der unangenehmen Nachbarſchaft herauszukommen.

Frau Tillmann. Ganz nach Belieben, gnädige Frau.

Sechſter Auftritt.

Vorige. Der Direktor.

(Das Dienſtmädchen übergiebt Frau Tillmann eine Karte. Frau Tillmann geht einige Schritte vorwärts der Thür zu.)

Direktor. Guten Tag, Frau Tillmann. Ich ſtöre, wie ich ſehe.

Frau Tillmann. Nicht im Geringſten. Wollen Sie die Güte haben, näher zu treten.

Frau Brand(für ſich). Was bedeutet denn das?

Frau Tillmann. Ich weiß nicht, ob die Herrſchaften ſich kennen. Frau Brand Herr Direktor Schmidt.

Direktor. Ich glaube doch wohl. Sie haben ja zwei Söhne in meiner Anſtalt.

Frau Brand. Ganz recht. Wie ſehr freue ich mich, Ihnen hier zu begegnen. Ich wollte mir ſchon immer die Freiheit nehmen, Sie zu beſuchen.

Direktor. Ich ſtehe ſtets zu Dienſten.(Zu den beiden Knaben.) Nun, ſeid Ihr fleißig? Ach ſo, ich glaubte, Ihr machtet hier Eure Schularbeiten zuſammen. Sie haben ſich