Schuljahr Baugewerbe Schreiner- Schuhma- Maschi- Zus. fachschule cherfach- nenbau- und Maler schule schule
SS WS 88 WS S8 WS 88 WS
1923/24 26 54 14 20—— 52 67 233 1924/25 11 100 6 36— 23 101 114 391 1925/26 24 131 15 54 25 23 144 158 574 1926/27 52 133 23 71 18 26 141 149 613 1927/28 58 190 23 78 15 19 121 110 614
Für das Wintersemester 1927/28 sind die außerhalb des eigentlichen Schulbetriebes laufenden Kurse und ihre Teilnehmerzahlen aufgeführt:
Elektro-Fachkurs, Praxis 20 Elektro-Fachkurs, Theorie 18 Dreherkurs, Praxis 24 Sonntagskurs für Mechaniker und Schlosser 32 Beiz- und Polierkurs 25 Schweißkurs, Theorie und Praxis 34 Sonntagszeichenkurs für Schreiner 16 Schornsteinfegerkurs 20 Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung 62
Zusammen 251
Die Anstalt befand sich noch immer in dem 1907 errichteten Schulge- bäude des Ortsgewerbevereins in der damaligen Kirchstraße 16. Dort standen 9 Klassenzimmer und ein kleiner Saal zur Verfügung. Die an-— gegliederte gewerbliche Fortbildungsschule benutzte ebenfalls diese Räume, so daß noch weitere Schulsäle angemietet wurden, außerdem mußte aus diesem Grund der Unterricht auf die Zeit von 8.15 Uhr bis 13.30 Uhr beschränkt werden.
Das SS dauerte vom 3. Mai bis zum 20. Oktober, das WS vom 1. No- vember bis 31. März. Die Ferien gingen mit denen der Volksschule konform.
Die Personalkosten ließen sich damals noch weitgehend von der Schul- geldeinnahme bestreiten. Die Stadt Gießen leistete einen Zuschuß von 4 000 Reichsmark. Für die sachlichen Kosten zahlten die Schüler ei- nen besonderen Beitrag. Zur Ausgestaltung der Lehrwerkstätten gab das Landesamt für das Bildungswesen in Darmstadt einen namhaften Betrag. Spenden kamen aus der heimischen Industrie, vor allem Modelle wurden zur Verfügung gestellt. Auch die übrige Lehrmittel- sammlung sowie die Bibliothek wurden ergänzt. Am 1.10.1926 wurde eine keramische Versuchswerkstätte eröffnet, die hauptsächlich dem oberhessischen Töpfergewerbe diente und ebenfalls durch Spenden
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