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Vorwort.
Die unfreiwillige Muße, zu der ich in meinem überaus kleinen amtlichen Wirkungskreiſe verurteilt bin, hat mich veranlaßt, zu dem Gießener jubiläum außer meinen beiden in den Feſtlchriften der Landesuniverſität und des „Hiſtoriſchen Vereins für das Großherzog- tum Heſſen“ erſchienenen Arbeiten „Geſchichte der Gießener Stipen- diatenanſtalt“ und „Neue Beiträge zur Geſchichte von Johann Balthaſar Schuppius in der zweiten Periode leiner Marburger Profeſſorentätig- keit“ noch das vorliegende Stipendiatenbuch auszuarbeiten. Das Buch ift derart angelegt, daß zuerſt eine Stipendiatenmatrikel dar- geboten wird, die die Namen fämtlicher Stipendiaten enthält, die in der Zeit von 1605— 1774 der heſſen-darmſtädtiſchen Stipendiatenanſtalt als Stipendiaten (St.), Vikare Vic.) oder Beneficiarii (Benef.) angehörten, und die über die Herkunft und ſpäteren Lebensſchicklale der einzelnen Studenten allerlei mitteilt.
Die Namen der Stipendiaten Iind für die Jahre 1652— 1690, 1720 — 1744 und 1748 — 1774 zum größten Teil der im Gießener Univerlitätsarchiv aufbewahrten Stipendiatenmatrikel, für die übrigen Jahre teils dem von Kilian Rudrauff angelegten Diarium, teils den Rechnungen, Reverſen, Obligationen und Präſentationen der Stipendiaten entnommen. Die Angaben über Herkunft und Lebensgang der Stipendiaten ſtammen aus mehreren hundert Bänden Perſonalakten des Gr. Oberkonſiftoriums, Gr. Haus- und Staatsarchivs und Gr. Miniſteriums des Innern in Darmſtadt, aus den Akten des Gießener Stipendiatenarchivs und vielen Kirchenbüchern, die im Lauf der Jahre von mir durchforſcht wurden.


