verſtehet. Davon S. Auguſtinus ſagt: Heus ſepe
non exaudit ad voluntatem, ut exaudiat ad ſalutem.
Das iſt / GOtt erhoͤret offtmals nicht nach vnſerm wil⸗ len / damit er vns zur Saͤligkeit erhoͤre. Vnnd ſagt Bernhardus: Unum e duobus indubitanter ſperare debe- mus, quoniam aut dabit nobis, quod petimus aut quod nobis novit eſſo utilius. Der zweyen eins haben wir vngezweiffelt zu hoffen / dann er wirdt vns entweder ge⸗ ben / das wir bitten / oder was er vns weiß am nutzlich⸗ ſten ſein. Sehr fein hat S. Bernhardus die Erlöſung Chriſti / vmb deren willen vns Gott zu ſeinen Kindern
annimpt / Item die Macht vnd Warheit GOttes da⸗
von wir jetz geſagt / zuſammen gefaſſet / vnd ſpricht alſo: De fragmentis ſeptem ſerm. . Tria conſidero, in qui- bus tota mea ſalus conſiſtit. &c. Das iſt Ich betrach⸗
te drey dinge / darin mein gantze hoffnung beſtehet / die
liebe der Kindſchafft / die gewiß heit der verheiſſung / vnd die gewalt der vbergabe.
Es murre nun mein thorichter gedancke wie vieler wil / vnd ſpreche wer biſtu? Oder wiegroß iſt die Ehre⸗ mit was verdienſten hoffeſtu ſie zu erlangen? Vnd ich antworte in guter zuverſicht: Ichweiß welchemich hab gegleubet / vnnd bins gewiß / dieweil er in groſſer liebe mich an Kindesſtatt angenommen hat. Dieweil er warhafftig iſt in ſeiner verheiſſung / vnd maͤchtig genug im leiſten.
Dis iſt eine Dreyfache ſchnur / ie nicht leichtlich zerreiſſen wirdt / welche er auß vnſerm Vatterlande biß
in
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