getrewe iſt / das er vns nicht leſſet vber vnſer vermogen verſuchet werden / ſondern machet das die e ſo ein endegewinne / das wirs konnen ertragen. Wie S. Paulus ſchreibt /1. Cor. r0. Sollen wir vns dann nicht der gewiſſen hulff / beyſtands vnnd rettung zujhm verſehen? Dergleichen weil Gott zugeſagt: Ruff mich an in der noth / ſo wil ich dich erretten / Pſal. ÿo. Item / So jhr den Vatter etwas bitten werdet in meinem Na⸗ men / fo wird ers euch geben. Joan. 16. Solten dan wir in vnſerm Gebet an ſeiner erhoͤrung zweiffeln? Doch will der vnterſcheidt der verheiſſung Geiſtlicher vnd leiblicher Gůter in acht genommen ſein. Dann die leblichen oder zeitlichen Guͤter / ſo vnter dem taͤgli⸗ chen Brot im Vatter vnſer verſtanden werden / als zeit⸗ liche Nahrung vnd Reichthumb / Geſundheit/ Friede⸗ Ehr / frommes Ehegemahl vnd Kinder / gute Obrigkeit / vnd dergleichen / werden mit der condition vnnd geding des willens Gottes / vnd ſo fern es vns heilſam vnd gut iſt / verheiſſen / So es vns aber beſſer das wir gezůchti⸗ get / gedemuͤtiget / geprufet vnd bewehret werden / ſo wil vns Gott mit ſeinen verheiſſungen nicht verſtrickt ſein. Derowegen wir ſolche dinge auch mit der condition/ bitten vnd erwarten muſſen. Wie vns das Exempel Davids /⁊. Samuel.1. Vnd Jeſu Chriſti Matt. 26. lehren. Vnnd beweiſet in dem auch vnſer lieber HERR E Gpbtt ſeine Trewe / das er vns nicht eben gibt nach vnſerm willen / ſondern was vns nutz vnnd
Säaͤligiſt. Welches er allein am beſten weiß vnnd ver⸗


