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Christliche Leichpredigt. Bey der trawrigen Begrebnus, Weilandt der WolEdlen vnnd viel Ehren Tugendreichen Frawen, Dorotheæ Margaretæ von der Malsburgk, Gebornen Eddel Tochtern zu Bewren : Welche den 18. Januarii dieses 1600. Jahrs, in Gott sanfft vnd seliglich entschlaffen, vnd volgends den 28. gedachtes Monats in der Kirchen zu Obern-Elsingen, Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch Ioannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes daselbst
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fe in den groſſen nothen / die vns troffen haben / darumb furchten wir vns nicht / wen gleich die Welt vnterginge / vnd die Berge mitten ins Meer ſuncken. Wenn gleich das Meer wutet vnd wallet vnnd von ſeinem vngeſtuͤm die Berge einfielen / Sela. Jaauch in der letzten To⸗ des noht / wenn ſich der abgeſagter Feind / ſonderlich ger⸗ nein den weg legen / vnd vns ſaͤliglich zum Vatterlande hindurch zukommen / vnd vom Todte zum lebenzu drin⸗ gen / verhindern wolte: konnen wir vns auff dieſe macht Gottes kunlich vertroſten / vnd mit David ſagen Pſay. Der HErt iſt mein Liecht vnd mein Heil / fur wem ſoll ich mich furchten? Der HErr iſt meines lebens krafft / fur wem ſolt mir grawen? Darumb ſo die boſen meine widerſacher vnnd Feinde an mich wollen / mein Fleiſch zu freſſen / můͤſſen ſie doch anlauffen vnnd fallen. In ſumma in allen anfechtungen konnen wir mit Paulotri⸗ umphiren. Wer wil vns ſcheiden von der Liebe Gottes? Truͤbſalloder Angſt? oder verfolgung ? oder hunger? oder bloſſe? oder fehrligkeitꝰ oder ſchwert? wie geſchrie⸗ ben ſtehet / vmb deinen willen werden wir getödtet den gantzen Tag / vnnd ſeind gerechnet fur Schlachtſchafe. Aber in dem allem vberwinden wir weit / vmb des wil⸗ len der vns geliebt hat. Dann ich bin gewiß / das we⸗ der Tod noch leben / weder Engel noch Fuͤrſtenthumb⸗ noch gewalt / weder gegenwertiges noch zukuͤnfftiges / weder hohes noch tieffes / noch keine andere Creatur/

mgns ſcheiden von der liebe GOttes / die in Chriſto

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