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Christliche Leichpredigt. Bey der trawrigen Begrebnus, Weilandt der WolEdlen vnnd viel Ehren Tugendreichen Frawen, Dorotheæ Margaretæ von der Malsburgk, Gebornen Eddel Tochtern zu Bewren : Welche den 18. Januarii dieses 1600. Jahrs, in Gott sanfft vnd seliglich entschlaffen, vnd volgends den 28. gedachtes Monats in der Kirchen zu Obern-Elsingen, Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch Ioannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes daselbst
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ſchlagen: Die ſtraffe ligt auff jhm auff das wir friede hetten / vnnd durch ſeine Wunden ſeind wir geheilet / Eſ. 3. ¶Vnd iſt er tommen nicht das er jhm dienen lieſſe⸗ ſondern das er dienete / vnd gebe ſein Leben zur Erloͤſung fur viele/ Matt.. ¶Von dieſer thewren vnnd herrli⸗ chen Erloſung reden ſehr fein die Heiligen Vaͤtter. S. Chriſoſtomus ſchreibt/ in Epiſt. ad Epheſ. Magnum eſt quod peccata remiſſa ſunt, Sed magis eſt quod per ſan- guinem Dominicum remiſſa ſunt. Das iſt. Eingroß Werck iſts das vns vnſere Suͤnde vergeben ſeindt / A⸗ ber viel ein groͤſſer Werck iſts / das wir vergebung der Suͤnden haben durch das Blut des HErren. Vnd vber die Worte des Pſal.tzo. Bey dem HErren iſt gnade / vnnd viel Erloͤſung iſt bey jhm / ſchreibet Bern⸗ hardus:Prorſus copioſa eſt apud Deum redem ptio quia non gutta, ſed unda fanguinis largiter per quinq; pattes corporis emanavit. Das iſt / Gantz vberfluͤßig iſt die Erloͤſung des HErren / dann nicht ſchlecht ein eintziger Tropffe (der doch genug geweſt were) ſondern ein gantz Waſſer von Blut/ iſt durch Fuͤnff theil ſeines Leibes herauß gefloſſen.

Dieſes haben wir nun dem grewlichen anblickvn⸗ ſer Suͤnden / vnd dem ernſten Gericht Gottes entgegen zu halten / vnd vns aller forcht / ſchreckens vnd zweiffels ſo vns deswegen begegnet / damit zu erwehren. So Chriſtus fur vns geſtorben iſt / da wir noch ſeine Fein⸗ de waren / ſo werden wir viel mehr durch jhn behalten werden fur dem zorn / nach dem wir durch ſein Blut 4. recht