vnd weñ ein Menſch dahin iſt / ſo iſts gar auß mit jhm / ſo weiß man keinen der auß der Hellen widerkommen ſey / ohngefehr werden wir geboren / (ſprechen die rohen Leu⸗ te)vnnd fahren wider dahin / als weren wir niegeweſt. Dann das ſchnauben in vnſer Naſen iſt ein Rauch / vnd vnſer rede iſt ein funcklein / das ſich auß vnſerm Hertzẽ re⸗ get / wenn daſſelbe verloͤſcheniſt / ſo iſt der Leib dahin / wie ein Lodder Aſche / vnd der Geiſt zurfladdert wie ein duͤn⸗ ne Lufft. Es giebt vns dieſe Lehr auch feinen vnterricht / wie wir vnſer Gedancken anſtellen ſollen / damit wir vns fur vnſerm Todte nicht zuſehr entſetzen / noch wegen vnſe⸗ rer verſtorbenen Freunde zu viel betruben. Nemlich / das wir wie Cyprianus lehret / nichteben allein an den Todt vnnd die verweſung / ſondern allermeiſt an die vn⸗ ſterbligkeit gedencken. Das hat jener Gottſeliger Mañ gethan / der als jhm ſeines Vatters Todt etwas zu klaͤg⸗ lich angekuͤudigt wardt / dem ſo die ankundigunq that/ge⸗ antwortet: Deſine loqui Blasphemias, Nan Pater meus immortalis eſt. Das iſt /Hoͤre auff Gottzu leſtern / dann mein Vatter iſt vnſterblich. Socrates Hiſto. Eccl. lib. J. Gap. 18.
Wie im gleichen auch ſehr troſtlich / ſowir nicht eben mit vnſern Gedancken / an der ſcheidung Leibes vnnd der Seelen hangen bleiben / ſondern allermeiſt den Nutzen derſelbigen erwegen vnnd betrachten / Nemlich / das wir dardurch entlediget werden von allen beſchwerungen / beide Leibes vnnd Seelen / da⸗ mit dieſelben in dieſem Leben beladen ſeindt. Welcher Cij Vr⸗


