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Christliche Leichpredigt. Bey der trawrigen Begrebnus, Weilandt der WolEdlen vnnd viel Ehren Tugendreichen Frawen, Dorotheæ Margaretæ von der Malsburgk, Gebornen Eddel Tochtern zu Bewren : Welche den 18. Januarii dieses 1600. Jahrs, in Gott sanfft vnd seliglich entschlaffen, vnd volgends den 28. gedachtes Monats in der Kirchen zu Obern-Elsingen, Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch Ioannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes daselbst
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was kan einem Manne gröſſer vbel widerfah⸗ ren / als wenn er einer getrewen Haußſrawen beraubet wird?

Iſt demnach kein wunder das E. Geſi. vnd Ehrnv. wegen des todlichen abſchiedes jhres hertzallerliebſten Ehegemahls / dermaſſen voll bekuͤmmerniß vnd tratvrens worden. Jedoch muß die gebuͤrliche maß darin gehalten vnd troſt wider gefaſſet werden. Wie Syrach am 38. lehret / Mein Kindt wenn einer ſtirbt ſo beweine jhn / etc. Vnnd troͤſte dich auch wider das du nicht trawrig werdeſt / dann von traiwren kompt der Todt / vnnd des hertzen trarigkeit ſchwechet die kraͤffte. Las die trawrigkeit nicht in dein hertz / ſondern ſchlahe ſie von dir / vnnd dencke ans ende vnd vergiß nicht. Denn da iſt kein widerkom⸗ men. Es hilfft jhn nicht vnd du thufi dir ſcha⸗ den. Gedencke an jhn / wie er geſtorben iſt / ſo muſiu auch ſterben / Geſtern wars an mir / heut iſis an dir · Weil der Todte nun in der ruhe ligt / ſo hore auch auff ſein zugedencken / vnd troͤſte dich wider vber jhn / weil ſein Geiſt von hinnen ge⸗ ſcheiden iſt. Vnnd S. Paulus ſchreibt derglei⸗ chen ). Theſſ. «. Wir wollen euch nicht verhal⸗ ten von denen die da ſchlaffen / auff das jhr nicht

trawrig ſeidt / wie die andern die keine hoffnung haben. 2 tij. Kein