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Leichpredigt. Vber dem Tödtlichen Abgang, Weilandt des Edlen, Gestrengen vnd Ehrnvesten Hermans von der Malssburgk des Eltern seliger gedechtnus : Welcher den 9. Octobris dieses 97. Jahrs zu Odinghausen sanfft vnd Seliglich im Herrn entschlaffen, vnd folgends den 17. gedachtes Monats in der Kirchen zu Breuna Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten zu Odingkhausen, Durch Iohannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes zu Obern Elsingen, [Georgius Vietor]
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in ernſter buſſe vnd beſſerung deß Lebens Gott vmb Gnade vnnd verzeihung zu bitten. Wil man ſich nicht bekehren / ſo hat der HErr ſein Schwerdt gewetzet / vnd ſeinen Bogen geſpan⸗ nen / ond zielet / vnd darauff gelegt toͤdliche Ge⸗ ſchoͤß / feine Pfeile hat er gericht zu verderben / ſagt Dauid imꝰ. Pſalmen. Hingegen wo man ſich bekehret von der boßheit / ſo gerewet den HErren das vngluͤck das er gedacht zu thun. Jere. 1s. So hebet er den geſpanneten Bogen / das todtlich Geſchoͤß vnnd gerichtete Pfeile wie⸗ der ab / ſiecket das gewetzete Schwerdt wieder in die ſcheiden vnnd erzeiget Genade. Alſo haben wir nun den vorgenommenen Text verhandlet vnnd zu vnſerm Vnterricht vnnd Troſt ange⸗ hoͤrt / Beim erſten Theil: daß der Articul vn⸗ ſers Chriſtlichen Glaubens von der Todten aufferſtehung gewiß ſey / daß die ſeligen in der Aufferſtehung vnd in jenem Leben / werden groſ⸗ ſe freivde haben / vnnd daß allein deß HErren Todten ſelig ſeindt. Beim andern Theil haben wir gehoͤrt: daß vnſer leben vnd ſierben allein in Gottes Handt vnnd Gewalt ſtehe / wie der Gleubigen Graͤber vnd Grabſtette mit den Au⸗ gen deß Geiſtes anzuſehen / vnnd daß vnſers HErren Gottes weiſe iſt / daß er zuuor die jeni⸗ gen