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Leichpredigt. Vber dem Tödtlichen Abgang, Weilandt des Edlen, Gestrengen vnd Ehrnvesten Hermans von der Malssburgk des Eltern seliger gedechtnus : Welcher den 9. Octobris dieses 97. Jahrs zu Odinghausen sanfft vnd Seliglich im Herrn entschlaffen, vnd folgends den 17. gedachtes Monats in der Kirchen zu Breuna Christlich zur Erden bestattet worden ist / Gehalten zu Odingkhausen, Durch Iohannem Brandis Dienern am Heiligen Wort Gottes zu Obern Elsingen, [Georgius Vietor]
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Daß vnnd das hat dem gefehlet / daß er geſior⸗ ben iſt / hette er diß oder jenes gethan oder nicht gethan / ſo lebte er noch. Denſelben ant⸗ wortet vnſer vorhabender Lext: Gott hat jhn heiſſen hingehen / Er iſt zum beſtimpten ziel kommen / das hat er nicht koͤnnen vberſchreiten / weil nun der Todt ein orſach hahen wil / ſo iſis von GOtt dirigirt worden / daß ſichs alſo ſchicken müſſen. Keine Peſtilentz mag ſo gifftig ſein / kein biſſe oder trunck ſo onge⸗ ſundt / keine Wunde ſo groß vnnd gefehrlich / daß ſie toͤdten koͤnne einen den GOtt wil leben⸗ dig haben / vnnd deſſen beſtimpte zeit nicht da iſt. Wenn gleich zu deſſelbigen Seiten fielen tauſendt / vnnd zu ſeiner Rechten zehen tauſendt / ſo wuͤrde es doch jhn nicht treffen. Pſalm. o1. Hingegen wenn GO T Ewil / vnnd eines Menſchen Ziel herumb iſt / mag ſich gar leichtlich / durch ſeine Goͤttliche Regie⸗ rung vnnd direction eine vrſache zum Tode finden / deren niemandt wehren oder widerſie⸗ hen kan. Sol es dann die Peſtilentz ſein / ſo kan ſie baldt herbey kommen / wenn man

gleich ferne geflohen / oder wol gar in ein Ge⸗

welbe ſich verſtecket hette. Es heiſſet: Was Gott wil erſiicken / das kan kein Menſch oder ande⸗