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Christliche Leichpredigt , Vber den betrübten tödlichen Abschied Deß Weiland Ehrwürdigen, Fürachtbarn vnd Wolgelahrten Herrn M. Gerhardo-Hermanni Uphovii, Jn die fünff Jahr gewesenen sehr wehrten Pfarrherrs vnnd Seelsorgers zu Butzbach : Welcher Freytags den 21. Augusti, jetzlauffenden 1640. Jahrs, Abends zwischen sechs vnd sieben Vhr, sanfft vnd selig in seinem Erlöser Jesu Christo entschlaffen : Vnd folgenden Dienstag den 25. Ejusdem in der Stad-Kirchen daselbst bey Hochansehnlicher, Volckreicher, Christlich.mitleidender Versamblung zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch M. Georgium Vigelium Butisbacensem, Ecclesiæ Patriæ Diaconum, [Justus Fevvrbornius, Johannes Steuberus, Martinus Erythropilus, Cunradus Faber, Georg-Friderich Kirchner, Christophorus Schmiedt, Ludovicus Grynæus, Petrus Hoënius]
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Pars Secunda pertractans Prophetiæ applicationem.

K e koͤnnen wir dann dieſe Prophetiſche Wort auch

ern haſſe⸗ auff vnſern gegenwertigen betruͤbten Zuſtand appli- mus conſi-. . ciren vnd richten? Alſo/ daß wir ſie anfehen. vrvera Erſtlich/ ut verba Dei affligentis& punientis, id eſt. Darinnen GOtt der H& R R dieſen trawrigen Fall als eine Straffe vnnd Plage vns vorſtellen will: Dann er hat durch das Schwerdt deß Todtes vns an vnſerm lieben Pfarꝛherin Sel. entzogen. 1. Paſtorem vnſern Hirten/ nicht zwarn Pallo- mmne rem Nominalem, der nur dem Nahmen nach ein Hirte gewe⸗ fen/ deßgleichen es nicht allcin im Bapſtthumb gibt/ von wel⸗ chen man die alte Klag noch fuͤhren kan/ Pomine Paſtores tui mutati ſunt in tonſores, defen ſores in diſſipatores, qui de- bebant eſſe ſobrii, quotidiè ſunt ebrii, qui Prælati Pilati, . qui caſti inceſti, qui Paſtores impoſtores, ideſt. D R R . deine Hirten ſind zu Schaͤrern worden/ die Beſchuͤtzer zu Ver⸗ ſchwendern/ die Prælaten ſind Pilati, die keuſch ſolten ſeyn/ ſind vnkeuſch/ die ſollen ſein Prieſter ſind Betrieger; Sondern auch wol vnter den Cvangeliſchen/ da es gehet nach der Klage Chry- ſ ſoſt.ſup. Matth. Homil. 43. Multi ſunt ſacerdotes& pauci ſunt ſacerdotes, multi nomine, pauci opere, id eſt. Es ſind viel Prieſter/ vnd ſind wenig Prieſter/ viel ſind mit dem Nah⸗ men/ wenig mit der That: Deſſen Vrſach Greg. Homil. 17. Fvang. ſetzet: quia officium ſacerdotale ſuſcipimus, ſed offi cii opus non implemus, id eſt. Dieweiln wir ʒwar das Ampt der Prieſter annehmen/ die Arbeit aber deſſelben nicht veruch⸗ ten; Sondern Paſtorem realem ratione Doctrinæ einen tre⸗ wen fleiſſigen Hirten/ welcher als ein Diener vnnd Haußhalter ůber G Dites Geheimniß/ 1. Corinth. 4. v.1. Nach denen von Goit dem Allmaͤchtigen jhme verliehenen hohen Gaben/. m

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