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Christliche Leichpredigt , Vber den betrübten tödlichen Abschied Deß Weiland Ehrwürdigen, Fürachtbarn vnd Wolgelahrten Herrn M. Gerhardo-Hermanni Uphovii, Jn die fünff Jahr gewesenen sehr wehrten Pfarrherrs vnnd Seelsorgers zu Butzbach : Welcher Freytags den 21. Augusti, jetzlauffenden 1640. Jahrs, Abends zwischen sechs vnd sieben Vhr, sanfft vnd selig in seinem Erlöser Jesu Christo entschlaffen : Vnd folgenden Dienstag den 25. Ejusdem in der Stad-Kirchen daselbst bey Hochansehnlicher, Volckreicher, Christlich.mitleidender Versamblung zur Erden bestattet worden ist / Gehalten durch M. Georgium Vigelium Butisbacensem, Ecclesiæ Patriæ Diaconum, [Justus Fevvrbornius, Johannes Steuberus, Martinus Erythropilus, Cunradus Faber, Georg-Friderich Kirchner, Christophorus Schmiedt, Ludovicus Grynæus, Petrus Hoënius]
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Chrißiliche Leichpredigl· wil/ ſondern wie du wilt/ Matth.⁊6. v.z9.& 42. 3.Propter oc- ciſionem, mit einem Schwerdt todtet man einen Menſchen: Ich meine ja/ es ſey dem He nR Chriſto in ſeinem Leiben hart genug ʒugeſetzet worden/ biß er endlich gar an das Creutz geheff⸗ tet/ ſeinen Geiſt auffgegeben hat vnnd verſchieden/ Matth. v.30. 3. Quid imperet? id eſt. Was der groſſe Gott dieſem ſeinem Schwerdte gebiete? Zweyerley werden vns in dem Text namhafft gemacht /1. Mandatum der Befehl ſelbſt.. Man- dati objectum, id eſt, uͤber vnd wider wen der Befehl ergehe⸗ Belangend das Erſte/ ſo beſtehet daſſelbe in dieſen Worten! mache dich auff/ ſchlage: Es machis allhie Gott der He RR nach gewonheit eines groſſen Kriegs⸗ Herin/ welcher wanner zu Feld ʒiehen/ vnd ſeinem Feind entgegen gehen will/ ſeine Sol⸗ daten zu einem vnverzagtem Muht vund friſcher Dapfferkeit anmahnet; Alſo redet auch Gott der e R das Schwerd deß Leidens Chriſti gleichſam alſo an: Mache dich auff/ ſaume nicht/ laß dires ein ernſt ſeyn/ vnd ſchlage nur tapffer zu. Das ander beſtehet in dieſen Worten: Vber meinen Hirten/ vnnd uͤber den Mann/ der mir der neheſte iſt. Wer mag nun wol die⸗ ſer Hirt vnnd neheſte Mann G Ottes ſeyn? Niemand anders/ als der ewige Sohn Gottes/ vnſer Herꝛ vnnd Heiland Chri⸗ ſtus Jeſus. Calvinus will hierdurch totum Paſtorum ordi- nem id eſt, alle Hirten vnd Diener Gottes verſtanden haben/

wie er dann ſeine Meinung Harm. Fvang. fol. 333. alſo auß⸗ Narm·Eranz legt/ da er ſaget: Quanquam omnes ferè interpretes locum Vl 38.

Zachariæ ad unius Chriſti perſonam reſtringunt, ego ta- men latids extendo, acſi dictum eſſet, nullum fore amplius

regimen, quo ſalus populi continetur, quia tollentur è me Conran⸗ dio Paſtores.&c. Daß er aber hierinnen gefehlet habe) beweiſen un Caw⸗

wir jhme/ 1.auß der widrigen Meinung ſelbſt; Man beſehe

hieruͤber Tremel. vnd junium, ůber Zachariz. v. 17. num.1. Pſtator Zan⸗ piſcatorem pag. 37ʒ. Zanchium tom.ð. in trad. de ð. Script. Pola- B pag.