Perſonalia. 31
te. Hie wurde ſie nach Gottes Raht in die Creutz⸗ Schule gefuͤhret/ nachdem es nicht anderſt ſeyn kan/ weil der Weg der Kinder GOttes iſt der Creutz⸗Weg Chriſti. Darauff iſt ſie an Gottes Hand/ in rechtſchaffener Gedult wol einher gegan⸗ gen.
Im Jahr 1s. hat ſie Gott gefuhret zur hei⸗ ligen Ehe/ undmit dem weyland Wol⸗Edeln und und Groſi⸗Achtbaren Seel. Hern Rent⸗Meiſter und Cammer⸗Raht Nicolao Stippio, verbun⸗ den/ mit welchem ſie zwar nach Wunſch in hertzli⸗ chem Vergnuͤgen und reichem Segen Gottes/ in die zꝛ. Jahr gelebet/ es floß aber der Bach am Weg auch durch ihr Hauß/ und ſchenckete die Hand Gottes ihr offtmal ein das volle Traͤhnen⸗Maaß. Gott gab ihr nach einander 4. Soͤhne und ꝛ. Toͤch⸗ ter/ aber der gute Gaͤber nam ſie ſo wieder/ nach ſeinem allein weiſſen und guten Rath hinweg/ und pruffete ihren Glauben/ auch zu dem Ende/ mit ſo ſtarcker Hand/ daß andere neben ihr ſich an ihr ſpie⸗ geln und groſſes Leyd/ durch groſſe Gedult uber⸗ winden lernen ſolten/ wie ſie dann hernach offt an⸗ dere/ auff ihr eigen Exempel zuweiſen pflegte/ wie der Grundgutige Gott/ ſie in ihrem, groſ⸗


