14 Chriſiliche Leich⸗Predigt. nr und Elend/ um̃ ſeines bittern Angſi⸗Schweiß; Tod und Aufferſtchung willen⸗ Sage demnach eine betruͤbte Seele in der ictzten Angſt: HErꝛmeinen Geiſt befchlich dir/ mein GDtt/ mein G tt/ weich nicht von mir/ nĩ mich in deine Haͤnde. Dwahrer GOttl auß aller Noth/ hůff mir am letzten Ende. Letzlichen und zum dritten/ dieweil dieſes muhſame Le⸗ ben mit Angſt und Noth/ mit Jammer und Elend um̃geben/ iſt noch zu betrachten/ woher ſolches alles komme Nem̃lich von der Sůnden/ deßwegenbitetauch David: Vergib mir al⸗ le meine Suͤnde. Iſ dannach geaͤngſtigter Chriſten Zu⸗ ſtand/ auch ein Sunden⸗Stand. Die Sůͤnde aber iſt der Leute Verderben/ Spruch⸗ Wortern 14. v.34. ſie verdirbt Leib und Sece/ wie gering ſie auch von den ruchloſen Suͤndern ge⸗ achtet wird. Zwar machet der Satan die Suͤnde Anfangs ſo licblich wie Honig/ ſo anmuthig als ein Sonnen⸗Schein/ ſo leicht wie eine Pflaumen⸗Feder wann ſie aber begangen iſt/ macht er ſie bitterer wie Gall und Wermuch/ abſcheulicher als olliſchen Sweffel und Pech⸗ ſchwerer als Himmel und Er- den ſind. Das thut Koͤnig David mit ſeinem ſelbſt⸗eigenen Eyxempel dar/ da Ihm der böſe Geiſt zugeſezet/ ihn Hollen⸗ Band ũfangen/ die Bäche Belial erſchrockt haben/ daruber er klaget Pſalm. i8. v.5. Ingleichen meine Suͤnde gehen uͤber mein Haupt/ wie eine ſchwere Laſt ſind ſie mir zu ſchwer wor⸗ den/ klagt er/ Pfalm. 38. v. ſ dahin Chryloſtomus geſchen/ wann er geſchricben: Ev iſt ein groſſes und ſchweres Ding um̃ die Sunde/ und iſt ſchwerer dann alles Bley. O peccata quam faciles aditus habetis, dum ſuadetis,& quam difficiles exi- tus Pum ſuadetis inungitis, led poſteaquam ſuaſeritis, ad
ſaget Auguſtinus⸗ iſt ſo viel
mortem usque animæ punitis, ge⸗
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