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Christliche Leichpredigt, Bey Volckreicher und Ansehnlicher Begräbnuß Deß Adelichen Kindleins, Sophiæ Mariæ, deß Wol-Edlen, Gestrengen und Vesten Gottfried Schützens von Holtzhausen, deß Durchleuchtigen, Hochgebornen Fürsten und Herrn, Herrn Georgen, Landgrafen zu Hessen, ... Hoff-Junckern, [et]c. Wie auch der Wol-Edlen, Ehrn- und Vieltugendreichen Frawen, Annae Künigundae, geborner Wölffin zu Karßpach [et]c. Beeder Christl. Adelichen Eltern Erstgebornen Töchterleins : Welches sanfft und selig in Christo Jesu seinem Erlöser den 16. Julii dieses 1636. Jahrs entschlaffen ist / Zu Giessen in der Pfarrkirchen den 18. Julii dieses Jahrs gehalten, Durch Petrum Haberkorn, Der H. Schrifft D. und Hessen-Darmstadischen Hoffpredigern.
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22 Chriſtliche Leichpredigt. theiwer e rkauft/. Cor.s. va. ⁊0. Wer hat ſi Widergeboren vnd ernewret Iſis nicht Chriſtus/ Weicher ſie reiniget durchs Waſſer⸗Bad im Wort/ vnd hat ſie heylich vnd vnßraͤflich ge⸗ macht Eph.j.v.ꝛ6. ⁊7. Wer ordnet ſhnẽ die H. Frögeiſterlein zu Waͤchtern vnd Huͤtern ʒu⸗ Chriſius/ welcher vns die froͤliche ge⸗ ſellſchaft der H. Engel/ als welche vns vorhin haſſeten vnd ver⸗ folgten/ durch ſein Blut wieder erbaltẽ hat/ Col..v.⁊0 Welcher auch ſagt/ daß der kleinen Kinder Engel das Angeſicht des Vatters im Himmel/ alleʒeit ſehen/ Matt.. v.. Sind dan nun die kleine Kinder ſo vielfaltig Chriſto zugehorig/ vnd wir mit jhnen/ warumb wolten wir ſie nicht mit aller Chriſt⸗ tichen Gedult ʒu jhrem rechten Erb⸗HErꝛngelangẽ laſſen⸗ Darumb ſollen wir vns Gottes willen vntergeben/ wan er ſie ʒu ſeinen trewen Haͤnden wider nimt. Gibt er ſie vns/ ſo ſollen wir ſagen: der Her: hats gegeben · Nimt er ſie wieder/ da ſollen wir abermal fein beſcheidenlich ſagen/ det HErt hats genommen/ der Nahme des HErin ſeye gebenedelet/

ver Orat. Job.v. ⁊i. Jene Mutter der ſicben Sohne/ wie Nian?enus 32 deMact. kin feine Orartion daruͤber gehalten/ ſagt gar fein: Theſaurum

Tom.1.

meum Deo tradidi; Non periiſtis ð filii, ſedaliò migrãſtis,

das iſ/ Ich habe meinen Schatz Gott uͤbergeben/ O meine liebe Kinder/ yr ſeid nicht verloren/ ſondern

nur anders wohingewandert. Vnd gleich wie ein Vat⸗ ter/ der ſein Kind inniglich Lieb hat/ daſſelbe gern amaller nech⸗ ſten vmb vnd neben ſich hat/ kanes noch nicht gehen/ ſo nimt ers auf ſeine Arm/ oder Schoß/ oder ſetzet es neben ſich Oder woes anfaͤhet ʒulaufen/ ſo leitet ers bey der Handan ſich her/ ic. Alſo macheis auch Gott/ der derrechte Vatter iſt uͤber alles/ was da Kinder heiſſet im Himtl vnd auf Etden/ weil er ſi jebet