Xe(50) In ſeinem frommen Sinn hat Er dahin gezielet/ Wo die Vergnuͤgſamkeit ſich in das Hertz geſpielet⸗ Fuͤr eine Traurigkeit hielt Er die eitle Luſt/⸗ Und war Ihm auſſer G Dtt von keiner Freud bewuſt. Denn obſchon Ihm die Welt/ als ein gezierter Garten Ihr groſte Lieblichkeie in ohngezehlien Arten Auch ſchmeichelnd dargeſtellt/ ſo wuſte doch ſein Geiſt Wie ſich nur eitler Dunſt an ſtatt der Freuden weiſt. Er war in Gottes furcht befliſſen ſtets zu lieben Den Nechſten/ als ſich ſelbſt/ ſein allergroͤßtes Uben Beſtund in Gottes Lob/ verachtend Eitelkeit Und alle Luſt der Welt mit ihrer falſchen Freud · Drumb wurde auch ſobald erfullet ſein Vergnuͤgen/ Da Er die Eitelkeit mit Freuden uͤberſtiegen/ Und nun die Seligkeit nicht mehr zu hoffen hal ⸗ Wiil Er das hochſte Gut genieſſet in der That. Nun hai Er obgeſtegt/ wir aber muͤſſen ſtreiten Mit Traum und Schaitenwerck/ biß uns an unſre Zeiten Der letzte Achembricht. Indeſſen ſeht und hoͤrt⸗ Wie dieſer/ gute Nacht zu geben/ uns gelehrt. D herrlicher Triumph D Freuden · volles Leben/ Das deme nach dem Toderfreuet wird gegeben/ Der wicerr Runckel ſtirbt gant willig/ freudis/ froh In JEEU ſeinem HErrn mit Hertzens·Jubilo. Bherrlicher Triumph O Lebens/ volles Sterben/ Wer ſo im Giauben ſtirbt/ wird nichtim Tod verderben: Herr Runckel ſtarb auch ſo im Glauben ohne Noth ⸗ Beßwegen fand Er gleich das Leben in dem Tod.
Owohlgetroffner Tauſch! Indeſſen ſind die Schmertzen Ber interlaſſuen groß und gehenlieff ʒu Hertzen/
Umb Troſt iſt ihnen bang/ Sie ſeuffzen Wolcken⸗an/
Und ſchreyenklaͤglich nach: Ach Vatter ach mein Mañ 3 Was
——————


