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Die Bedenckliche Todes-Fälle der Gerechten und Frommen, Auß Jes. LVII, 1. 2 . Aber der Gerechte kommt umb, und niemand ist der es zu Hertzen nehme, [et]c. : Bey sehr Volckreicher und ansehnlicher Leich-Begängnuß Deß Wol-Edlen, Großachtbar und Hochgelährten Herrn M. Joh. Vincentz Runckels, Deß Hoch-Fürstl. Paedagogii zu Giessen Wolverdienten Praeceptoris Classici, Als derselbe den 10. Febr. deß jetztlauffenden 1691.sten Jahrs in seinem Erlöser Jesu Christo sanfft und seelig entschlaffen, und folgenden Sonntags den 15. eiusd. in sein Ruhekäm[m]erlein gebracht worden / Einfältig vorgestellet, und auff Begehren zum Druck überlassen, Von Joh. Heinrich Mayen, der Heil Schrifft Doctore, deroselben, wie auch der Orientalischen Sprachen Professore Ord. und Predigern in Giessen ...
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und Ehren⸗Wuͤrden Hochgeehrte betruͤbte Leichen⸗Verſam̃lete!

Muůͤhſeligkeit Soll ich reden oder ſoll ich weinen? Der ich doch nicht wol reden ohne weinen kan/ und auch hier nicht wol wein en ohne reden durf; Keineſo bitter⸗ e ſauere Traur Rede ſſt mir noch jemahls geweſen/ als mir leyder dieſe iſt/drum kanich mich nichtent⸗ äuſſern/ ich muß weinend ſagen: O Mühſeligkeit! Wir fliehen und konnen doch nicht entfliehen/ wir lauß fen und können doch nicht entlauffen/ wir eilen undkonnen nicht entrinnen/ der Tod nehme uns dann hinund reiſſe uns aus unſrer Qual/ un undvor liegenden Unglück hin⸗ weg O darumlauffet ihr Thraͤnen/ und ihr Augen⸗ Brunnenlaſſt euch nicht verſchlieſſen/ Tagund Nacht zu beweinen den elenden Lauff unſrer Wanderſchafft! Siehe Iſs nicht gnug/ daß alle/ auch die unver⸗ nünftige Creaturen ſich ſehnen und ängſten/ der Eitelkeit loß zu werden! Und die Frommen/ die Rechtſchaffene/ die richtigfür ſich gewandelt haben/ eilen/ und ſehnen ſich je mehr und mehr der undanckbaren Weltzu entgehen/ aus Babel mit frolockendem Verlangen auszuziehen? Iſt nichts anders/ als die Gerechten werden wegge⸗ rafft vor dem Ungluck/ wie wirin angehorter Predigt derichtet/ und deſſen gnugſam in unſrer Seelen ſind über⸗ zeu

/bertzlich⸗