94 AbdanckungeRede.
Was ſoll ich ſagen von denen ſamptlich hoßen Angewandten/ welche alle ich ſehe und verney⸗ me daß ſie trauren und betrauren den Verluſt einer ſo vornehmen/ ſo auffrichtigen/ ſo frommen und treuen Freundin. Jamich ſelbſtenzwingets daß ich hoͤchſt⸗klagende exclamiren muß! O Tag! der ungluͤckſeeligſten einer/ in welchem der grimmige vod in dem Reyſeriſchen⸗auß eine ſolche ru⸗ ptur gemacht/ eine ſchmertzliche ruptur ehlicher Verbindung/ mürterlicher Vorſorge/ ja eine ſchreckliche ruptur einer ſo Gottſeeligen Seelen von einem ſo tugendhafften Leibe.
Aber wohin emportiren mich meine paiſio. nirte Gedancken/ ſo rede von der Grauſamkeit deß Todes/ und beſehe nichtwas derſelbe eigentlich ſey/ weniger was dardurch erworben werde/ mortem quid formidatis, tranquillitatis arentem, quæ iedat morbos& paupertatis dolores, ſagt Aga. thias, was iſts daß wir uns vor dem vod foͤrchtẽn/ welcher ein Vatter der Ruhe/ die Kranckheiten hei⸗ let und alle Armuhts⸗Schmertzen benim̃et; wann dieſes die allerſeits ſchmertzlichſt⸗ Betruͤbte in con- ſideration ziehen/ ſo werden ſie gewiß die Stunde in welcher unſere ſeeligſte Matron abgeſchieden/ der Stunde in welcher Sie in diß Jammerthalge⸗ tretten/ bey weitem vorziehen/ und S


