Cammer⸗Rahts/ geweſenen nunmehr ſeel. auß⸗Chr/ die wohl allen Chriſtlichen Matro⸗ nen mag zum Spiegel vorgeſtellet werden/ daß wann ſieſich ja ſchmuͤcken wollen/ ſie es nicht in
aarflechten/ n Gold umhãngen /oder
leider anlegen ſuchen/ ſondern ihrem heiligen Cwempel nachin verborgenem Menſchen deß ertzens/ der unverruckt ſey/ mit ſanfften undſtillem Geiſt/ dann das iſt koſtlich fuͤr Gott/ wie Petrus redet ⸗ 1Epiſt. 3. v. 3. 4.
Hat nun Abraham/ ob er wohl ein groſſer Glaubens⸗Held war/ ſeine liebe Saram hertzlich hetrauret und beweinet/ und zwar billich/ weil er an ihr einetheure Gabe verlohren/ eine Leuchte ſei⸗ nes Hauſes/ die dem gantzen Hauß vorgeleuchtet/ eines ſehr groſſen Geſchlechts/ und eine Mutter aller Haußmuͤtter/ eine Krone aller Frauen gewe⸗ ſen; Unduͤber das die Hebraͤer ſagen: Omnis ho- mocui morituruxor in diebus ejus, ei mundus undiquaque ohtenebrari videtur, das iſt/ einem jeden Ehmann/ dem ſein Weib ſtirbet/ beduncket/ daß die gantze Welt hin und wieder verfinſtert wer⸗ de. So hat auchunſer Hochbetrübter⸗er: Wit⸗ wer wohl Urſach zu klagen/ zu weinen und zu trauren/ der auch eine ſolche Saram/ ein weiſes
A 3 tugend⸗


