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Der Patriot : bey der Gruft des Hochwohlgebornen Herrn Herrn Johann Karl von Cranz Hochfürstlich-Hessischen Regierungsraths in einer Standrede geschildert / von David Benjamin Schäl der Teutschen Gesellschaft zu Jena ordentlichem Mitgliede. Hanau, den 1sten Tag des Wintermonats, 1751
Entstehung
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O ſelig! wen ſein gut Geſchick Entfernt der Hoheit falſchem Gluͤck, Wo Glanz und Schimmer uns verblenden. Die Unſchuld ſchutzt der Tugend Ruͤh; Frei bringt ſie ihren Fruͤhling zu, Wann ſich die Weiſen oft der Hoͤfe Pracht verpfaͤnden.

Doch, Tugend, Weisheit und Verſtand, Bleibt Juͤrſten niemals unbekannt, Die ihren ſeltnen Vorzug ſchmuͤcken: Den Plinius ſchaͤtzt ein Trajan, Wann auf der Hoͤfe glatten Bahn, Sejanus ſklaviſchſtol;z muß ſeinen Fall erblicken.

So ſteigt des Weiſen Trefflichkeit; So prangt der Tugend Seltenheit; So bluͤhen ihre Lorberreiſer! Der Gottheit, und der Laͤnder Heil/ Weiht er des Lebens beſten Theil Und ſtürbt als Menſchenfreund, als Patriot und Weiſer.

Ac, Freund! der Schmerz der Dich erfuͤllt, Der in gerechten Zaͤhren quillt; Zeugt von der reinſten Menſchenliebe: Nicht weil er einen Freund beweint; O, nein! der Tugend aͤchtem Freund,

Dem vaͤterlichen Freund, weihſt Du der Wehmuth Triebe. Jedoch,