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ſchen Herrn Abgeſandtens bey den gröſten Reichs frſten, vor⸗ zuglich aber, bey den Hoͤfen zu Mainz, Wuͤrzburg, Bamberg und Meiningen bekleidet hat, davon iſt die Ihn belohnende Gnade unſers grosmuͤtigſten Fuͤrſtens und die gnadigſte Zufriedenheit fremder Juͤrſten, der uͤberzeugenſte Beweis.
O, muſſte doch jetzo nicht die Beredſamkeit mit meiner Unfaͤhigkeit ringen! ach, konnte ich es doch wagen des Wohlſeligen Herrn Ehr⸗ furcht fur die Gottheit; Seine Treue fuͤr unſern Durchlauchtigſten Fuͤrſten; Seine Sorgfalt fur die Stadt Gottes; Seine Wachſam⸗ keit fuͤr das gemeine Weſen; Seine reine Menſchenliebe, ſtark und leb⸗ haft zu ſchildern und den Patriot in Ihm preiſend zu erheben! Genug, meine Herrn! Genug, die allgemeine Empfindung unſers Verluſts tritt bereits, durch das Andenken Seiner Tugenden, in unſern Herzen als der groͤſte Herold Seines unſterblichen Nachruhms auf. Er war ein Chriſt ohne Heuchelei; ein Staatsmann ohne Liſt; ein Hofmann oh⸗ ne Falſchheit; ein Rechtsgelehrter ohne Eigennutz; Er war ein Tugend⸗ und ein Menſchenfreund; Er war ein Patriot!
Aber, gerechter Himmel! daß die Wuͤrdigkeit ſolcher Verdienſte den grimmigen Schickſahlen der Zeit unterworfen iſt! daß ihr ſo heiliger Tem⸗ pel, ſo fruh, ach! zubald, ein Raub des Todes werden muß! Eine Schwachheit, wobey die Abwechſſtung der Hoffnung mit der Furcht, die Zaͤrtlichkeit und die Wehmuth ſo vieler redlich geſinnten ſint 3. Wochen her taͤglich beſturmet hat, reiſſt den Wohlſeligen Herrn Regierungs⸗ Rath darnieder und wie truͤbe Wolken ſelten ohne einen harten Sturm und einen uͤberſtroͤmenden Regenguß vorbey ziehen: ſo ſahe mann auch


