ten.(180 Die Aufmerkſamkeit verſchiedner der groͤſten Reichsfürſten wurde bey der ſeltnen Menge der Verdienſte eines ſo klugen M annes, eines ſo redlichen Staatsdieners einen ſo Tugendhaften Patriots rege, ſo, daß auch in dem Jahre 173 das Herzoglich⸗Pfalzzweibruͤckiſche Haus und nach dem Verlauf einer kurzen Zeit, naͤmlich in dem Jahre 1733, Seine Koͤnigliche Majeſtaͤt von Schweden, als Landgraf zu Heſſen Caſſel, nachdem Soͤchſtdieſelben den Wohlſeligen vorher zu Dero wirklichen Hof⸗und Regierungsrathe verordnet hatten, Dem⸗ ſelben Dero wichtigſten Geſchaͤfte bey dem Kaiſerlichen Hoflager zu Wien und dem Hochpreiswuͤrdigen Reichshofrathe allergnaͤdigſt anvertrauet haben. Unter der ruͤhmlichen Verwaltung dieſer Geſandt⸗ ſchaftsſtellen, fuͤhlte der Wohlſelige Herr welch ein reizendes Ver⸗ gnuͤgen es den Weiſen, den Patrioten ſeye, wann ihre Handlungsart von dem unerkauften Beifall der Groſen dieſer Welt geadelt wird. Ihm wurden von ſo vielen Hochfuͤrſtlichen Haͤuſern zu verſchiednen Zeiten die erhabenſte Stellen gewuͤrdigter Verdienſte, die Wuͤrde eines Gehei⸗ menraths, eines Ranzlers, wie auch eines Geſandten an dem Reichstage zu Regenſpurg, gnaͤdigſt angetragen, ja, Er wurde ſolche zu uͤbernehmen auf das huldreichſte erſucht; Doch, die treue Ehr⸗ furcht fur unſern Durchlauchtigſten Landesfuͤrſten, die zͤrtliche Liebe fuͤr das Vaterland, waren allezeit die gerechteſte Bewegungs⸗ Gruͤnde, warum Er alle Gluͤcksvorzuge und die groſten Ehrenſtellen auſſer Seinem Vaterlande, unterthaͤnigſt verbethen hatte. Den
(18.) HORATIVS, Carminum libro IIII. Ode VIIII. -„ Animus—
Rerumque prudens, et ſecundis
Temporibus, dubiisque rectus;
Seq.


