bereichert.(12.) Ein ſcharfer Witz ein durchdringender Verſtand, ei⸗ ne gelaͤuterte Beurtheilungskraft, die Lebhaftigkeit des Geiſtes, die Munterkeit in Seinen Handlungen, waren ſo viele Wirkungen einer ſchoͤn gebildeten Sele, eines Gemuts, welches vernunftig nach den Voll⸗ kommenheiten der Weisheit und Tugend ſtrebte. Den Uebungen des Witzes, den Bemuͤhungen des Verſtandes, der Erlernung der goͤttli— chen und der menſchlichen Weisheit, war der Fruͤhling Seiner Jugend geheiliget; Er ſtiftete die ruhmlichſte Verwanntſchaft, ja, eine bruͤder⸗ liche Vertraulichkeit, mit den Sprachen, Kuͤnſten und Wiſſenſchaften und fuhlte ſchon als ein Juͤngling das goͤttliche Vergnuͤgen, womit die Gruͤndlichkeit unſers Wiſſens uns begluͤckſeliget;; Der angeborne Zug zu der Hoheit der reinen Ehre, begeiſterte den Eifer Seines Fleiſes; Er weihete Sich der Rechtsgelehrſamkeit und der Staatskunſt.
Die vortrefflichſten Lehrer, ſo wohl auf der hieſigen geprieſnen Lan⸗
desſchule als auch auf dem Strasburgiſchen und Marburgiſchen He⸗
likon, fuͤhrten Ihn in das ewige Heiligthum der höhern Muſen. Daſelbſt hat Sein forſchender Verſtand, Seine unermuͤdete Lehrbe⸗ gierde, bey dem gruͤndlichen Unterricht und den lebendigen Beiſpielen der gröſten Rechtsgelehrten und Staatsmaͤnner, Seine Erkenntnis ſo praͤch⸗ tig erweitert und ſo gluͤcklich befeſtiget. Wie fuͤhrte Ihn nicht Sein wirkender Verſtand ſo gluͤcklich als ruͤhmlich, dnrch die Reihen der Wiß⸗ ſenſchaften! Rede, Du erhabner Prieſter der Hanauiſchen The⸗ mis! Erlauben Sie, Lorberreicher Zaunſchliffer! daß ich ietzo Dero Wahrheitsliebe auffordern darf, um meinen Vortrag mit Dero
Zeug⸗
(i⁊) CoRRRlivs dRpos, in Dione, caput I.


