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hann Hieronimus Felir von Cranz/ damahls die Stelle eines Regierungsraths und Amtmanns bekleidete.
„Verdiente Tugend prangt mit den Belohnungen unbefleck⸗ ter Ehren: Daher ſahe mann nachmahls den Herrn Vater des Wohlſeligen, als Zanauiſchen Geheimen Rath und Kanzler, als einen Joſeph des Vaterlandes, den Seiner Klugheit anvertrauten Staat mit ſtarken Schultern unterſtuͤtzen.(7.)
Ein erhabner Geburtsrang iſt mit ſolchen Tugendpflichten, er iſt mit einem ſolchen innerlichen Berufe zur Weisheit verknuͤpft, daß deſſen Verabſaͤumung auch ſo gar durch den Schimpf der Niedertraͤchtigkeit/ aͤuſerſt empfindlich wird; Hier fodert die Stimme des Gebluͤts un⸗ ſern klugen Gehorſam auf; Sie gebiethet uns den Ruhm, die Vorrech⸗ te unſrer Ahnen nicht gleichgultig zu betrachten, ſondern die von den Poreltern angeerbte Ehre, durch eigne Tugend einzuhohlen, ſolcher gleich zu kommen, ſolche zu erhalten, ſolche zu erhoͤhen, ſolche noch zu ubertreffen, ja, dieſes von ihnem oft ſo koſtbar erworbene Gluck, auf unſre Nachkommen ſorgfaͤltigſt fortzupflanzen.(s.) Pflichten! welche
uns verbinden den Ruhm, das Anſehen und die Tugend unſers Stamms, als
) HORATlVS, Carminum libto III. Ode II.
Virtus, repulſae neſcia ſordidae, Intaminatis fulget honoribus.
(3) TIBVLLVS, libro IIII. Quanquam antiquae gentis ſuperent tibi laudes Non tua maiorum contenta eſt gloria fama, Sed generis prifcos contendis vincere honores, Quam tibi maiores maius decus ipſe futurus.


