Teil eines Werkes 
Centuriæ II. (1601) Decades Quinque Priores / [Verfasser einleitender Lyrik: Philippi Cobelii I.C. Et Jmperialis Cameræ Assessoris, Nicolai Revsneri Ivrisconsulti Saxoniæ Clarissimi, Petri Lindenbergii Poetæ Cæsarei]
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130 Dn. Joach. Mynſing. Iuriſconſ. German.

Da ſich nun 3in folcher Erkuͤndiaung beſinden wuͤr⸗ de/ daß nit mehr zur Stattvogtey/ als was der Rath fuͤr gibt /gehoͤren ſolt/ ſo were es ein ſtarcke Anzeig/ daß das Wort(Stattvogtey) dem Wort Vogtgeding! zuvergleichen/ was nun darzu gehoͤrig/ das iſt oben de⸗ dueirt ex gloſed. art. Weichb ſtem Zob. d. art. 2.lib.1.in gloſsub-lu. A.

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Koͤndten ſich aber die Parteyen vntereinander nit vergleichen/ ſo muͤſte die interptatio bey den Richtern (als den Cöpromiſſariis) ſteyen/ vnd iſt auff den Fall viel hochgedachtem Hertzogen nachmals zurahten dz ſeine F. Gn die Wort Stattvogtey mit Gericht vnd aller Gerechtigkeit ex ſup. deductis fundamentis pro omnimoda iuriſdictione vorſtehẽ/ ſtets in genera⸗ litate& intellectu omnimodæ iuriſdictionis bleibè/ biß ſo lang der Rath jhre ſpecialia auß ſuͤndig machet. Hiebey iſt auch nit zuvergeſſen/ ſondern velut coro- nide zu addirn/ ob wol im Sachfenrecht etliche Caſus,

ſo fuͤr Gericht/ die Vogtgeding genant/ gehoͤren/ vnd

daſelbſt muͤſſen geruͤgt werden/(wie hieoben an ſeinem Ort iſt angezeigt daß dannoch ſolcher Gebrauch(wie auch Zob. in loco ſup. citato ſelbſt bekent)viel abkomen/

vnd jetzo ein jedes Ort faſt ſein ſonderliche Bbung hat/ darumb er ſehr in eines jeden Lands oder Orts gewon⸗

heit ſtehet/ wie es ſich dan auch taͤglich befind/ d; Statt⸗ vogtey wie andere Vogtgeding jhre ſe onderliche exerci- tia iuriſdi ctionis pflegen zuhaben/ vnd die Statt/ dar⸗ inn die Stattvogtey gehalten wirdt/ auch jhre ſonder⸗ liche vnd vnterſchiedene Faͤlle zurichtẽ/ wie ſonſt gemei⸗ niglich bey vnſern Zeiten in allen Staͤtten/ die auch keine Erbgericht haben/ dannoch etliche nothwendige Buͤraerliche Zwang vnd Straffen ſeynd/ iuxta ali-

quot exempla in nono L. fundamento relata.

gantz zweiffelig! welchem Theil in ſolchem Fall die Be⸗ weiſſung auf zulegen ſey. Wie dan auch ein jeder Rich⸗

ter in ſolchẽ Zweiffel keinen Theil fuͤr den andern gern prægrauirn ſol ich halts gaͤntzlich darfuͤr/ daß luri- dica facultas Academiæ Tubingenſis in jhrer tuͤngſtẽ

Vrtheil/ in puncto petitæ cautionis de non turban-

do pendente lite,&c. eroͤffnet/ dahin geſel ꝛn habe/ vnd bewogen ſey worden/ vor enslicher Deciſion deſſel⸗ ben Puncten beyden Theilen reſpectiue auffzulegen/

dz jede Parthey pro ſummaria informatione zu Be⸗ ſchoͤnung Darthnung ſeiner angemaſten beruͤmbtẽ Poſſeſſion vel quaſi der ſtreitigen iuriſdiction zu L jre ſchriffliche documẽta, ſo viel deren ein jeder hat/ in tra certum terminũ einlegen/ auch etliche wenige po⸗

ſitiones vbergeben/ vnd daneben etliche Zeugen(ob ſie

woͤllen) benehmen vnd vorſtellen ſolten/ ꝛc vt ſic,& per talem ſummariã cauſſę cognitionem decerni poſſit, quis ſit interim,& pendente lite iſta conſtituendus poſſeſſor vel quaſi, ſaltem in controuerſis actibus iuriſdictionalibus, eorundemq; exercitiis. Darumb will dem Hertzogen oder S. F. G. Raͤhten hieriñen zubedenckẽ ſeyn/ ob/ was vltra ſup. memo- ratas rationes& præſumtiones legum pro ipſo duce militantes, fuͤr weitere iura vnd Faͤlle in die Stattvog⸗ tey Gericht gehoͤrig/ vber die jenigen/ derẽ der Rath zuL. geſtendig/ durch brieffliche Documẽéta oder Zeugẽ auff S F. G. ſeiten erweiſet koͤnnen werden. Sohat man darauff beweiß Articul zuſtellen/ vnd dieſelbe ne⸗ ben beneñung der Zeugen/ vnd vorlegung der brieflichẽ Vrkunden ſo v el deren vorhanden ſeyn muͤgen) auff angeſetzte Gerichtstag/ fuͤr den Herꝛn Cõpromiſſariis,

oder Schidtsrichtern einzulegen vnd fuͤrzubringen /je⸗ doch ſolte vnd muͤſte ſolches in allweg cu præuia& ſo- lenni proteſtatione geſchehen/ daß man hiedurch von der omnimoda iuriſdictione, vnd was deren anhaͤn⸗ gig/ im wenigſten nicht wolte abgewichen ſeyn ꝛc. Solches alles vnd jedes/ wie hieroben nach der len⸗ ge deducirt vnd außgefuͤhrt/ wil ich Joachim Mynſin⸗ ger von Frundeck/ der Rechten Doctor/ ꝛcnach jetziger Gelegenheit vnnd Vmbſtaͤnde dieſer Rechtferngung gantz vnkerthaͤniger Wolmeynung auff hochernantes Fuͤrſten Hertzog W. zu L. gnaͤdigs Begeren/ fuͤr mein Einfalt vnd Bedencken verweldet/ vnd angezeigt ha⸗ ben/ jedoch aller anderer mehr verſtaͤndiger beſſere ond geſundere Meynung in allwege vorbehalten/ Geſche hen Helmſtatt den 1. Junn/ Annoꝛc 75. RESPONSYV M IIII. SVMMARIA. : Exiure patronatus conſequitur quis ius defendendi, & prouidendi. 2 Ius patronatus ſine titulo acquiri non poteit, nec et- iam Forannis præſcribi.

3 Patronus quis eſiciatur. 8 Tatronus ſi ſuum in patronatus alii dat, valet talu donatio,& efficitur donararius patronus. Patronus in bonis ad pias cauſſas reliclis habet ius

præſentandi, defendendi,& ſi ad inopiam verge⸗ ret, vt ex prouentibus poſſit ali. 5 Patronus de Honis ad pias cauſſas legatis ad ſias ma- nus ſumere nihil potest. 7 Relittum ad aliquem vſuam, ad quem conuerti non po- test, debet cum primoribus ciuitatis in alium v- ſum ab herede conuerti.

b ½ Iuadex non potest partes ad tranſactionem vel amita. Darauß dann wol koͤndte inferirt werden/ daß es

bilem compoſitionem compellere. 9 Patronus nihil iurt habet in temporalibus. to Ad Patronum pertinet curare, ne bona dilapiden. tur. ſed in alios vſus conuertantur. I Appellatio ab interlo cutoria, quæ habet vim ſenté- tiæ definitiuæ, velcuins grauamen in ſententia de- Nnitina reparari potestꝛin Camera non recipitur. Multo minus ſi a citatione appellaretur. nu. 1e. 13 Conſtiturio de pace religionis non adimit inferiuri- bus iudicibus iuridictionem. S8PEGCIES FEACII. NBff den zugeſchickten Fall/ beduͤncket mich kuͤrt⸗ lich/ daß der N. von welchem in dem narrirtemC⸗⸗ ſu meldung geſchicht/ daß der in benente Conuent pro- uiſor geweſen ſeyn ſol/ als daß alle die/ ſo da auß vnnd einziehen woͤlle/ ſeinen Willen vnd volbort haben muͤſ⸗ ſen/ dz ius patronatus billich damit zubekraͤfftigẽ hal argumentando ab effectu ad rẽ ipſam. Nam exfiure! Patronatus cõſequitur ꝗs ius defendédi, vidédi, ſſa- no. Ant. de cauſſa poſic: fi. verſ-ex his aute. adai.adln.

in rub. de iure patron. Vnd weil dan dieſer N.vnd ſene Vorfahren/ vber oo. vnnd mehr Jahren/ wie narn

ret/ daß das Conuent geſtanden ſeyn ſol das ius pro⸗ uidendi gehabt/ hat er auch dardurch das ius patrona- tus erlanget. Nam etſi iuris patronatus in fundatione

mentio fortaſſis nulla fiat,& ſic titulus, illi N. def-

ciat,& ideo tanꝗ́ ſineftitulo ius patronatus acꝗrer 64 non potuiſſet, nec etiã præſcribere a0. annis, ſecundi Toa. And. in c. vnico, de iure patr. Nou. in gl.vlt. tamen, ex quo ille N.& ſui anteceſſores in poſſeſſione fue- rũt prouidendi de forma(vt vocant) vacua, ſiue de

loco vacante vltramèmoriam hominum, negari

pote

4 mpat- 0

platroni Jalitene elenti mtexy rum. unnere,na dquentu irakau fidena

erkrauu . dn ad alc Pnxolid marlunab. I tr'Rde es 5 Maimtn 1. Ihleredibus

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