Jahrgang 
5
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der Gießener Univerſitätswoche

Im Rahmen der Veranſtaltungen der Gieße⸗ ner Univerſitätsfeſtwoche ſprachen am Montag⸗ abend General der Artillerie von Metſch in der großen Aula der Aniderſibüt über das Thema:Zeitgemäße wehrpolitiſche Betrachtun⸗ gen, und am Dienstagnachmittag im Hörſaal des Phyſiologiſchen Inſtituts Prof. Dr. E. von Balogh⸗Budapeſt zu dem Thema:Bauſteine zur lebensrettenden Therapie der venöſen Luft⸗ embolie.

Zeitgemäße wehrpolitiſche Betrachtungen

Der Rektor der Univerſität, Pg. Prof. Dr. Kranz, eröffnete den Abend und wies darauf⸗ hin, daß die Univerſität mit dieſer Veranſtaltung erneut ihren Lebens⸗ und Aufbauwillen habe unter Beweis ſtellen wollen. Der Umbau aber habe gezeigt, daß auch während des Krieges die alte Alma mater nach außen hin das Geſicht bekommen habe, das ihrer Tradition ent⸗ ſpricht. Im übrigen habe ſich die Univerſität be⸗ müht, einen po litiſchen und geiſteswiſ⸗ ſenſchaftlichen Ueberblick über die Größe der Zeit zu geben, in der wir dem Führer helfen können. Pg. Kranz dankte dann all denjenigen, die zum guten Gelingen der Univer⸗ ſitätsfeſtwoche beigetragen haben, vor allem der Partei, dem Lehrkörper und der Gießener Be⸗ völkerung.

Er begrüßte anſchließend auch im Auftrage der Partei und der Wehrmacht den Redner des Abends, General der Artillerie von Metſch, der über das ThemaZeitgemäße wehrpolitiſche Be⸗ trachtungen ſprach.

Der Redner betonte eingangs, daß ſeine Aus⸗ führungen auf der Grundlage der Verbindung des Prinzipiellen mit dem Aktuellen, des Grundſätz⸗ lichen mit den Tatſachen der Gegenwart und der Verbindung der Erkenntniſſe mit dem Zeitgeſchehen ruhten. Wenn man das bisherige Geſchehen als ein Wunder bezeichne, ſo müſſe er ſagen, daß dies Geſchehen nichts anderes ſei, als die ſinnvolle Zu⸗ ſammenfaſſung aller brauchbaren Kräfte unſerer Nation unter einer genialen Führung, die dieſe Kraft an der richtigen Stelle einzuſetzen weiß. In längeren Ausführungen wies dann der Redner darauf hin, wie ſtolz das deutſche Volk darauf ſein kann, daß der Führer all die Kräfte mobil machte, die ſich früher ihrer Wehrkraft gar nicht bewußt

geweſen ſind. Er ging dann auf die Syntheſe zwiſchen militäriſcher und politiſcher Führung der Nation ein, die wir in der Perſon des Füh⸗ rers gefunden haben und kennzeichnete die ganze Kraft ſeines Weſens, die Deutſchland zum vollen Siege führen muß.

Der Redner kennzeichnete dann treffend im Gegenſatz zu früheren Zeiten das wunderbare Zu⸗ ſammenſpiel zwiſchen Politik und Kriegführung. Er ging nach dieſen grundſätzlichen Ausfüh⸗ rungen auf die verſchiedenen Etappen der militä⸗ riſchen und politiſchen Entwicklaung ſeit Beginn des großen Endkampfes ein und gab anſchließend einen kurzen Ueberblick über das Geſchehen der