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manche ihre Rechte durch beſonders an von Gießen weiter ab⸗ gelegenen Landestheilen durch Mangel an Aufſicht erloſchen ſein mögen.
Wir gehen die einzelnen Beſtandtheile der Gleiberger Grafſchaft nach den dazu gehörigen Gerichten durch, können dabei aber nicht umhin, auch auf die zum geſammten Decanat Wetzlar, das wir als urſprünglichen Mittel⸗Lahngau haben anſprechen müſſen, gehörigen, einen gelegentlichen Blick zu werfen, ohne welchen der Zuſammenhang nicht immer klar wird. Dabei haben wir auch in dieſer Gegend, wie in der Regel auch ſonſten, das die hohe Gerichtsbarkeit umfaſſende Gaugericht von dem Gericht über die einzelnen Centen, den Diſtricten, in welche die Gaue zu jener Zeit meiſt längſt zerfallen waren,“) und dieſe wieder von den Vogteigerichten, welche ſich regelmäßig auf die Frevel der Hinterſaſſen der dem niederen Adel oder den Kirchen, über welche die Vögte die Schutzherrlichkeit hatten, gehörigen Güter beſchränkte, zu unter⸗ ſcheiden.*)
Als Mittelpunkt der alten Gaugrafſchaft erſcheint die Burg Gleiberg, welche bis zum Jahr 1265 noch den Glei⸗ bergern und ihren Nachfolgern wenigſtens in manchen Be⸗ ziehungen gemeinſchaftlich war; denn erſt durch den Vertrag des Landgrafen Heinrich I., als Erwerbers von Gießen, mit Hartrad V. von Merenberg vom 29. September 1265 übertrug jener an dieſen die wiewohl nicht näher bezeichneten Rechte, welche die Grafen von Tübingen bis dahin an der Burg Gleiberg hatten, vorbehältlich des Oeffnungsrechts.“) Aller⸗ dings mögen dieſe Rechte, da die Pfalzgrafen ſie wohl nur
³) Kopp, heſſ. Gerichte,§. 172.
⁴) Eichhorn, Deutſches Privatrecht,§. 54.
5) Urk.⸗B. Nr. 29. Wenck a. a. O., Th. 2, Urkunde Nr. 195. Jtem quidquid juris vel actionis habebat Comes de Thuingen in GCastro Glipberg ipsi Nobili et heredibus suis tradidimus
proprietatis titulo possidendum.


