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Die drei Orte haben, wahrſcheinlich Eckelshauſen öſtlich an der Hainbach, Altenſtruth in der Mitte und Weigands⸗ hauſen weſtlich am Holzborn gelegen: wenigſtens ſpricht die Reihenfolge, in der die Ländereien derſelben im Saalbuch des Amts Gießen aufgeführt werden, dafür. ¹⁵)
An der Lahn zwiſchen der Badenburg und dem Launs⸗ bacher Feld, bei dem Wismarer Steg, lag ein Hof, der Klettenberg, von welchem die adliche Familie von Kletten⸗ berg den Namen führte. ¹6) Lupelin von Göns trug das Gut 1352 von Heſſen zu Lehn ¹⁷) und bewitthumte ſeine Gemahlin darauf. Im Zinsregiſter von 1553 wird die ſtädtiſche Beed angeſetzt vom Land„vff dem Launsbacher Hamm by dem Klettenberge“ und von dem:„vmb die Badenburg vnd Kletten⸗ bergk mit ſeyner Zugehöre.“ Die Ackerlage im Wismarer Feld dieſſeits der Lahn, unmittelbar an der jetzigen Gießener Gemarkungsgrenze führt noch jetzt den Namen Klettenberg. Das Feld gehört zwar zur Gemarkung Wismar links der Lahn, aber zum Großherzogthum.
Daß die erſt im 14. Jahrhundert erbaute Badenburg bis ins 16. Jahrhundert zu Gießen gerechnet wurde und das Gelände um ſie her, das nicht zu dem adlichen Haus Baden⸗ burg gehörte, nach Gießen beedpflichtig war, ergibt das eben erwähnte Zinsregiſter.
Jenſeits der Lahn, vor der vom Gleiberger Weg herab⸗ ziehenden Schlucht, lag innerhalb der ſpäter von Gleiberg ſtreitig gemachten Gießer Grenze der Hof Leufertsrod (Leutfridisrod), eine, nach dem Schluß des Namens zu urtheilen, allerdings erſt ſpäter entſtandene Anſiedlung. Im Jahr 1279
¹5) Saalbuch von 1587, Fol. 175, 176. Wagner verlegt Weigandshauſen in die Mitte und Altenſtruth auf die weſtliche Seite; aber die Ver⸗ bindung der Holzborn⸗Wieſen mit Weigandshauſen ſpricht dagegen.
¹16) Hartmud von Klettenberg gehörte 1331— 1338 zum Stadtgericht von Gießen nach Copial⸗Buch Nr. 84 und 95.
¹7) Baur a. a. O. Nr. 873.


