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Jahrhundert mit 5 Malter Frucht, halb Korn, halb Hafer, zu Gießen gefallend und einem Hofe zu Diedulßhauſen beliehen. ⁵) Aus dem bereits erwähnten Schenkungsbrief des Cunz Faſant an das Kloſter Wirberg ⁶) ergeben ſich zwei zu deſſen Hof zu Gießen gehörige Stücke Land, welche das eine„an dem Dye⸗ dingeshuſer Weg by Syfrid von Dreiſen Land“, das andere „an dem Nyeddern Dyedingeshuſer Wege an Wickenborns Land“ lagen. Einen ſolchen Namen führt jetzt kein Weg in Gießener Gemarkung mehr, wie überhaupt kein Name an Diedelshauſen mehr erinnert. Und doch exiſtirte noch Ende des 16. und Anfangs des 17. Jahrhunderts wenigſtens ein Hof Diedelshauſen oder Dilshauſen bei Gießen. Im Jahr 1591 verkaufen laut Gießener Contracten⸗Protocoll Kaspar Friedrich Schabe, Burgmann zu Staufenberg und Marie Zeitloſe uxor geb. Döring von Elmshauſen, ihren erbeignen Hof zu Dilß⸗ hauſen mit allem Zugehör, gelegen im Badenburger Feld, für 1035 fl. an Joh. Magnus Holzappel, Amtmann zu Gleiberg, als Pflegvater Joh. Adolphs von Rodenhauſen.)
Nimmt man dieſe Anhaltspunkte zuſammen, und vergleicht damit die Verhandlurgen, welche im 16. Jahrhundert über die Theilung des Feldes gegen die Badenburg zwiſchen Gießen, Wieſeck und der Badenburg geführt wurden, und die jetzige Gemarkungsgrenze dieſer Orte, ſo kann man über die Lage von Diedelshauſen nicht zweifelhaft ſein und muß dieſelbe da ſuchen, wo die drei Gemarkungen in der Mulde zwiſchen der Badenburg und Wieſeck zuſammenſtoßen. Von der Landſtraße führen zwei breite, als Weide benutzte Wege, der eine die Grenze zwiſchen Gießer und Wieſecker Gemarkung bildend, nach den Wieſen, die ein vom Wieſecker Wald und der Chauſſee herkommendes, im Sommer austrocknendes Wäſſerchen durch⸗ zieht, die den oberen und niedern Diedelshauſer Weg gebildet
⁵) Mannbuch Landgraf Wilhelms v. 1489, Nr. XXXIX. ⁶) Baur, heſſ. Urkunden⸗Buch Nr. 1118 S. 744. ⁷) Prothocollon de 1571, sedd. ao. 1597,


