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Lorſcher Schenkung von 30 Morgen Land, einer Wieſe von 6 Karn Heu und einem halben Bifang im Dorf Selters, welche zugleich mit einer ſolchen iu Wetz(Westifa) erwähnt wird.*) Da ein Selters im Lahngau dreimal vorkommt, Niederſelters bei Kamberg mit dem berühmten Mineralbrun⸗ nen, Selters, Löhnberg gegenüber und unſer Selters, ſo muß man allerdings vorſichtig ſein und andere Stellen der Lorſcher Urkunden gehören auch augenſcheinlich nicht hierher. ³) Auch in den älteſten Schenkungen an das Kloſter Fulda in Heſſen und im Lahngau wird unſer Selters genannt.)) Obwohl der Name Selters auf eine ſalzhaltige oder Nineralwaſſer⸗Quelle deutet, befindet ſich doch in der Nähe keine ſolche und es iſt auch nicht bekannt, daß in früheren Zeiten eine ſolche exiſtirt habe.*è) Der Name, der jedenfalls
könnte dieſe Bezeichnung vielleicht auf jenen Schenker Günther zu⸗
rückgeführt werden, wenn der Name Günther nicht zu häufig wäre. ⁵) C. Lauresh. 1. c. p. 36. No. 3146 p. 253. No. 3732. Vogel, Be⸗ ſchreibung von Naſſau S. 152 bezieht dieſe Urkunden auf Selters bei Löhnberg: einen entſcheidenden Grund dafür hat er nicht. Bifang bezeichnet einen neu gerodeten Anſitz mit zugehörigem Gut.(Vogel a. a. O. S. 144.) Wetz liegt näher bei unſerem Selters als bei dem Löhnberg gegenüber. So nicht die älteſte von 772, welche Saltrissa nennt(C. Lauresh. I. c. p. 43 No. 3170) da fie dieſes Selters(bei Löhnberg) mit Weil⸗ burg(Wilina) Brombach, Ahlbach, Dorndorf, Holzhauſen a. d. Ulm und Weilmünſter(Wilere) zuſammen anführt. Darauf kann ſich auch eine Schenkung von 786, welche Selters und Dauborn zu⸗ ſammen nennt, beziehen. Daſ. S. 1 No. 12. ²) Schannat Tradit Fuldens. p. 305 No. 5. Bodelung tradidit Scto Bonifacio partem hereditatis suae quidquid propietatis habuit in villa Amena(Ohmen) et in terminis villae quae dicitur Sal- trisse. Eine andere Schenkung, die Seltirse, in Verbindung mit Buchen, Marialinden und Neißenbach nennt,(daſ. No. 8) darf nicht hierher gezogen werden. Sowohl bei Niederſelters und Selters bei Löhnberg, als bei Selters in der Wetterau ſind ſolche Quellen; auch der Mineralbrunnen bei Okarben führt den Namen Selzerbrunnen. Nach Winkelmann a. a. O. S. 82 ſoll 1650 bei Gießen auf dem alten Schießplatz(hinter der Bleiche in den Schießgärten) ein Vitriolhaltiger(!) Geſundbrunnen 3
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