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Beiträge zur Geschichte der alten Gießener Burschenschaft : burschenschaftliche Lebensbilder aus dem Jahre der großen Relegation (1828) / von Christian Scriba, Pfarrer i. P. in Gießen ; mit einer Einlitung von Geh. Hofrat Dr. Herman Haupt
Entstehung
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Begründers der erſten heſſiſchen Taubſtummenanſtalt(zuerſt in Worms und von 1837 an in Friedberg) Georg Jakob Roller, wurde 1832 Gehilfe ſeines Vaters und ſtarb in Worms 26. März 1836.

57. Sander, Eduard Gottlieb Ernſt, ſtud. philol. aus Mainz, imm. 17. Dezember 1827, geb. zu Neiße 15. Dezember 1809 als Sohn von Nicolaus Sander und Ehefrau Eva Roſine geb. Teichler, der ſpäteren Ehefrau des Schuhmachers Johann Joſeph Schraub zu Mainz. Sander beſuchte zu Mainz das biſchöfliche Knabenſeminar, dann 3 Jahre lang die Univerſität Gießen, bekleidete von 1830 an mehrere Hauslehrerſtellen, machte vom 28. Juni 1834 an ſeinen Ak⸗ zeß am Gymnaſium zu Mainz, wurde 10. Dezember 1835 Profeſſor am Gymnaſium zu Luzern, kehrte 1841 zurück, wurde Lehrer an der höheren Bürger⸗ und Realſchule zu Bingen und bekleidete proviſoriſch die Stelle des Direktors bis 7. Januar 1842, an welchem Tage er definitiv als Direktor und 1. Lehrer angeſtellt wurde. Starb zu Bingen 15. September 1874.

58. Schleuning, Joh. Wilhelm Georg, ſtud. jur. aus Darmſtadt, imm. 9. Mai 1826, geb. daſelbſt 18. Mai 1808 als Sohn des Rech⸗ nungsrats Chriſtoph Nikolaus Schleuning, wurde 7. Januar 1837 zum Hofgerichtsadvokaten in Darmſtadt ernannt und ſtarb daſelbſt

14. Januar 1838.

59. Schmitt, Ludwig Ernſt, ſtud. foreſt. aus Nieder⸗Ofleiden, imm. 29. Oktober 1827, geb. daſelbſt 14. Mai 1809, Bruder des unter Nr. 22 genannten Ludwig Friedr. Schmitt, wurde 13. November 1838 Revierförſter in Dautphe, 19. Juli 1844 in Wahlen, 2. Oktober 1871 Oberförſter in Butzbach, trat 8. Juni 1878 in den Ruheſtand, verlegte ſeinen Wohnſitz nach Gießen und ſtarb daſelbſt 2. April 1884.

60. von Schmittburg, Karl Ernſt, ſtud. jur. aus Oppenheim a. Rh., imm. 30. Mai 1826, geb. daſelbſt 16. März 1807 als Sohn des Gutsbeſitzers Karl von Schmittburg, ertrank als Student beim Baden in der Lahn am 30. Auguſt 1831, abends gegen 7 Uhr.

61. Schödler, Franz, ſtud. philol. aus Dieburg, imm. 24. April 1826, geb. daſelbſt 25. April 1808 als Sohn von Juſtizamtmann Eberhard Joſeph Schödler, vertauſchte in ſeinem 4. Semeſter das Studium mit dem Offizierberuf, trat in öſterreichiſche Dienſte, war Kadett im Infanterie⸗Regiment von Langenau in Mainz, dann dort Adjutant, kam ſpäter nach Oeſterreich, ſtand 1848 im Infanterie⸗Re⸗