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47. Kobelt, Wilhelm, ſtud. theol. aus Schwarz, imm. 20. Sep⸗ tember 1827, geb. daſelbſt 13. Dezember 1809 als Sohn des Ober⸗ förſters Kobelt, ſtudierte S. S. 1830 in Heidelberg, beſtand die Prü⸗ fungen in Gießen 29. November 1830 und Februar 1831, war Kon⸗ rektor in Alsfeld 1837(von 1833 an als Vikar), 10. Januar 1840 zweiter Pfarrer in Alsfeld, vom 27. April 1860 ab erſter Pfarrer in Breidenbach im Kreiſe Biedenkopf, dabei auch Preuß. Kreisſchulin⸗ ſpektor, und ſtarb daſelbſt im Amt 9. Mai 1874.
48. Kraft, Johann Chriſtian Friedrich, ſtud. jur. aus Grün⸗ berg, imm. 12. November 1823, geb. zu Friedberg 7. April 1807 als Sohn des Landrichters Kraft(ſpäter in Grünberg), Bruder des unter Nr. 16 genannten Karl Kraft, nach ſeiner Promotion zum Dr. jur. wurde er 1829 Aſſeſſor am Hofgericht zu Gießen, vom 15. Februar 1835 bis 1870 war er Hofgerichtsrat daſelbſt, wurde dreimal in den heſſiſchen Landtag entſandt, 7. September 1870 Oberappellations⸗ und Kaſſationsgerichtsrat in Darmſtadt, 30. Juli 1873 Hofgerichtspräſi⸗ dent daſelbſt und ſtarb daſelbſt 7. September 1874.
Vergl. Dr. Fr. Kraft, weiland Großh. Heſſ. Hofgerichtsrat zu Gießen: Entwurf einer Geſamtverfaſſung Deutſchlands; Vorrede da⸗ tiert 24. April 1848. Sonderabdruck aus Nr. 5 bis 7 der A. D. B.⸗ Zeitſchrift, Jahrgang VI; ſowie Biographie des Johann Chriſtian Friedrich Kraft, von ſeinem Sohne Juſtizrat Friedrich Kraft in Bü⸗ dingen(früher in Gießen).
49. Külp, Friedrich Wilhelm Auguſt, ſtud. theol. aus Nord⸗ heim, imm. 25. Oktober 1824, geb. daſelbſt 12. April 1801 als Sohn des Pfarres Friedrich Külp, wurde nach Ablegung der theologiſchen Prüfungen 31. Januar 1830 Pfarrvikar in Lindheim, 1836 in Dü⸗ delsheim, 15. Oktober 1841 Pfarrer in Rohrbach(Oberheſſen) und und ſtarb daſelbſt 7. Auguſt 1876.
50. Lämmerhirt, Auguſt, ſtud. jur. aus Erbach i. O., imm. 24. April 1826, geb. daſelbſt 3. Oktober 1806 als Sohn des Gräfl. Er⸗ bach⸗Erbach'ſchen Hofrats Johann Georg Lämmerhirt, erlernte nach erfolgloſem ſechsjährigen Studium 1832 die Buchbinderei in Michel⸗ ſtadt, betrieb dieſes Geſchäft ſpäter in Erbach, lebte dort bis in die ſechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts und ſoll entweder in Elt⸗ ville im Rheingau oder in Frankfurt a. M., unbekannt wann, ge⸗ ſtorben ſein.


