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Dritte Jahrhundertfeier der Universität Gießen : Liederbuch für den Festkommers und den Abschiedsfrühschoppen / [Herausgeber: Großherzoglich Hessische Ludwigs-Universität zu Gießen]
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noch und hebt noch! Doch fragt mich keiner, wie? Wie kommt mein alter Flügelmann in

solche Kompagnie?!

3. In Züchten sass die Stammgastschar nach Rang und Würden dort, Dünnbier ihr Vesper- trünklein war, es klang kein lautes Wort.Sacht stets! Sacht und bedacht stets ist Lebenshochge- nuss, so flüstert ein Revisor just zum Kreisamts- physikus.

4. In dieser Schöppleinschlürfer Reih sass auch ein stilles Gast, und als es acht Uhr war vorbei, nahms Stock und Hut mit Hast:Acht jetzt! Acht jetzt... Gut Nacht jetzt! Einst war ich nicht so brav, doch ehrbar wandeln ist das Best'! Ich geh' ins Bett und schlaf!

5. Der Rodenstein in grimmem Zorn hub graunhaft sich empor; dreimal stiess er ins Jäger- horn und blies mit Macht den Chor:Raus da! Raus aus dem Haus da! Raus mit dem Deser- teur! Das lahme zahme Gast da drin gehört zum wilden Heer!

6. Da fasst das Gast ein Schreck und Graus, erst sank es tief ins Knie, dann stürzt es einen Masskrug aus, schlugs Fenster ein und schrie: Naus da! Naus aus dem Haus da! O Horn und Sporn und Zorn! O Rodenstein, o Maienwein, noch bin ich nicht verlorn. Rumdiridi Freijagd! Hoidirido Freinacht! Alter Patron empfah' Deinen Sohn! Hussa, hallo! Jo, hihaho! Naus! Naus! Naus!

XII.

1. Es leben die Studenten stets in den Tag hinein. Wär'n wir der Welt Regenten, sollt immer Festtag sein. Fürwahr, fürwahr, das ist doch sonderbar:, Hei! Jup jup jup jup tralalala:,: Für- wahr, fürwahr, das ist doch sonderbar.

2. Wir jubeln, singen, trinken wohl durch die ganze Nacht; so lang die Sterne blinken, wird an kein' Rast gedacht, usw.

3. Doch sind geleert die Taschen, dann zie- hen wir nach Haus, man lebt bei leeren Taschen nicht gut in Saus und Braus, usw.

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