§ 7. Zulaſſung zur Prüfung.
1. Über die Zulaſſung zur Prüfung entſcheidet der Vorſitzende der Prüfungskommiſſion, in zweifelhaften Fällen nach Anhörung der beteiligten Examinatoren.
Nach jedem Meldetermin ſind die Akten mindeſtens drei Tage für alle Mitglieder der Prüfungskommiſſion aufzulegen.
2. Die Zulaſſung iſt zu verſagen oder zurückzuziehen, wenn ſich begründete Zweifel hinſichtlich der ſittlichen Unbeſcholtenheit des Kandidaten ergeben.
Gegen die Verſagung oder Zurückziehung der Zulaſſung kann der Kandidat binnen zwei Wochen die Entſcheidung des Miniſteriums des Innern anrufen.
§ 8. Teile der Prüfung.
Die Prüfung beſteht aus der allgemeinen und der Fachprüfung. Die allgemeine Prüfung erſtreckt ſich auf dieſelben Gegenſtände für jeden Kandidaten, die Fachprüfung auf die Gegenſtände, in denen der Kandidat die Lehrbefähigung nachzuweiſen beabſichtigt.
Die Prüfung wird ſchriftlich und mündlich abgehalten. In gewiſſen Gegenſtänden(§ 30) ſind außerdem praktiſche Fertigkeiten nachzuweiſen.
In der ſchriftlichen Prüfung ſind Hausaufgaben und Klauſur⸗ aufgaben zu bearbeiten.
§ 9. Prüfungsgegenſtände.
1. Prüfungsgegenſtände ſind:
A. in der allgemeinen Prüfung für jeden Kandidaten: 1) Phi⸗ loſophie nebſt Pädagogik, 2) deutſche Literatur;
B. in der Fachprüfung nach Wahl des Kandidaten: 1) chriſt⸗ liche Religionslehre, 2) Deutſch, 3) Lateiniſch, 4) Griechiſch, 5) He⸗ bräiſch, 6) Franzöſiſch, 7) Engliſch, 8) Geſchichte, 9) Geographie, 10) reine Mathematik, 11) angewandte Mathematik, 12) Phyſik, 13) Chemie, 14) Mineralogie, 15) Botanik, 16) Zoologie.
Die in B unter 1—12 genannten Prüfungsgegenſtände, ſowie die Verbindungen von 13 und 14, 15 und 16 bilden je ein Prüfungsfach.
2. Der Kandidat hat(unter Berückſichtigung von§ 5) mindeſtens drei Prüfungsfächer zu wählen, darunter eine der folgenden Zu⸗ ſammenſtellungen:
Lateiniſch— Griechiſch, Franzöſiſch— Engliſch, Franzöſiſch— Lateiniſch, Geſchichte— Geographie, Religion— Hebräiſch, Religion— Griechiſch, reine Mathematik— Phyſik,


