1. Promotionsordnung für die theologiſche Fakultät zu Gießen.
Diſſertation beſchränkt werden, wenn alle Mitglieder der Fakultät damit einverſtanden ſind. Die Entſcheidung über den Erlaß oder die Ein— ſchränkung der mündlichen Prüfung erfolgt erſt, wenn das Referat über die Diſſertation erſtattet iſt.
§ 14.
Iſt die Prüfung abgeſchloſſen, ſo erteilt der Dekan die Anweiſung zur Auszahlung der Promotionsgebühren gemäß den dafür geltenden Beſtimmungen.
§ 15.
Iſt die Prüfung nicht beſtanden, ſo darf der Bewerber das Zu⸗ laſſungsgeſuch einmal wiederholen. War die Diſſertation genehmigt, ſo iſt eine neue nicht erforderlich.
§ 16.
Iſt die Prüfung beſtanden, ſo hat der Bewerber Abdrücke der Diſſertation in der vorgeſchriebenen Anzahl an das Univerſitäts⸗Sekre⸗ tariat abzuliefern. Hatte die Fakultät als Diſſertation eine Druckſchrift angenommen und die Lieferung weiterer Abdrücke erlaſſen, ſo iſt die Druckſchrift bei den Akten zurückzubehalten.
Auf dem Titelblatt der Abdrücke der Diſſertation iſt der zu ver⸗ leihende Grad und die Jahreszahl des Druckes zu vermerken. Auf der Innenſeite des Titelblattes iſt der Name des Referenten und der Tag der Genehmigung durch die Fakultät anzugeben. Mit der Diſſer⸗ tation iſt der eingereichte Lebenslauf abzudrucken.
Die Korrekturbogen nebſt Manuſkript ſind dem Referenten, Titel⸗ blatt und Lebenslauf dem Dekan vorzulegen. Die Befolgung dieſer Vor⸗ ſchrift iſt durch den Dekan in den Akten zu beſcheinigen. Auf Befür⸗ wortung des Referenten kann die Fakultät geſtatten, daß Teile der Diſſertation fortgelaſſen oder geändert werden.
Die Beſtimmungen über Anzahl und Verwendung der Abdrücke der Diſſertation werden von der Fakultät getroffen.
17.
Wenn allen Vorſchriften genügt iſt, ſo beantragt der Dekan, ge⸗ mͤäß den Beſtimmungen des Univerſitäts⸗Statuts, bei dem Kanzler die venia promovendi. Iſt dieſe erteilt, ſo verfügt der Dekan die Aus⸗ ſtellung des Diploms.
In dem Diplom iſt die Note der Prüfung und der Titel der Diſſertation anzugeben. Das Diplom erhält das Datum des Tages, an welchem die venia promovendi erteilt worden iſt. Es wird von Rektor, Kanzler und Dekan unterzeichnet.
Mit dem genannten Tage beginnt das Recht zur Führung des verliehenen Grades.
o


