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Achdeme von einem hieſig Hochfuͤrſtl. Amte/ loͤblicher Schuͤtzen Com⸗ pagnie allhier in Butzbach/ um küͤnſtlicher Ubung willen/ und zu fernerer Unterhal⸗ tung guten Vernehmens und nachbarlicher Freundſchaft/ ein Compagnie und Plaiſir Schießen anzuſtellen/ auf ihr gehorſamſtes Anſuchen/ Hocharg. bewilliget worden: Und dann wir ſothanes loͤbl. Exercitium geliebts GOtt den 29. Sept. 1749. Jahrs/ als auf den Tag Michaelis/ auf der hieſig ſo genannten groſen Weyd am Wald/ als einem ſehr plaiſant und
dazu gelegenen Ort ins Werck zu richten willens und entſchloſſen ſind: Als werden alle und je⸗
de/ wes Standes und Wuͤrden ſie ſind/ ins beſondere aber alle Schuͤtzen und Schieß⸗Geſellen/ unter Vermeldung unſerer Dienſtgefliſſenheit/ zu dieſem unſerm Compagnie⸗Schhießen/ Standes
gebuhr nach/ hiermit dienſtfreundlichſt eingeladen/ und anbey erſucht auf bemeldten Tag allhier
in Butzhach auf den Markt vor dem Stadt⸗Rathhauß ſich einzufinden/ und von dannen gewoͤhnli⸗ cher maßen in guter Orͤnung/ und fliegender Fahn/ auch klingenden Spiel/ nach beſagtem Schieß⸗Platz dem Auszug mit heyzuwohnen/ da ſo fort in GOttes Namen ein gluͦſcklicher An⸗ fang damit gemacht/ und das Werck folgender maßen obſerviret/ und den iſten Octobr. mit Ste⸗ chen geendiget werden ſoll. 4
1. Wird aller Zank, Streit und Fluchen verbotten, dafern ſich„ aobber einige Strittigkeiten und Jecungen ereignen moͤchten, wird 1I.)— 4. fl ſolches denen Platzineiſtern und Siebnern, als zu welchen 5. 12.) 2 3. fl. 20. alb. Frembde, und 2. von unſern Schuͤtzen erwehlet werden ſollen, zu 1)„ 3.⸗ 15. ⸗ entſcheiden, und nach befinden zu frrafen anheim geſtellet, zu dem 3. 3 1 2 Ende einem jeden Siebner 1z. xer zu deſſen Verpflegung verab⸗ 14.) 5 3.⸗ reichet werden ſoll.). 2.⸗ 20. alb 2. Soll eine Haupt⸗Scheibe vom Stand z300. hieſiger Ehlen 15. 8 3. weit, vom Centro 5. Viertel Ehlen hoch aufgehaͤnget werden, 16.) ⸗ 2.⸗ I5. ⸗ nach welcher ein jeder auf eine Lhlage 3. Renn Schuͤß, und zwar—„. 3 ohne einigen Vortheil auf einer Rolle zu thun hat, und ſo einem 17.. 2. Schuͤtzen der erſte Schuß mißlingen ſolte; ſo kan derſelbe mit 18.) 1. 20. der halben Einlage, der ꝛte Schuß aber mit der ganzen Einlage 4 1— wiederum eingekaufft werden, und fallen die Ausfaͤller denen 10.)— I. IS. ⸗ Platzmeiſtern anheim.— 20) 2 I. 5. ⸗ z. raclechen dünach Wonhüätem dernn Schiegen eine Slerh,. 6 2 8 heibe in gewoͤhnlicher Groͤße, und in voriger Diſtanz aufge⸗.., 6,„ hangen werden, wornach ein jeder, welcher ſeine 3. Rennſchuß 4. Wer im Wenn Schuißen daß rarhſte Sichwarh in einein Looß gluͤcklich eingebracht, zu ſtechen hat, und werden darauf nach⸗ hat, dem ſei der Haupt⸗Ri e t 1 u Fene dieſem folgende Geldgaben zu gewinnen gegeben. deefenriſt F warheiegtandad at, der Nach⸗Ritter a 2. fl. 1) das Beſte⸗ 30. fl. 5. Auf obige Gaben wird einem jeden Schuͤtzen nicht mehr als z. 2 9 d a 5 N g chh eſt e 25 fi 4 Stech eihuß oder Einlage erlaubt, vor deren jede er. fl.. alb. 2 u zahlen hat. 3.)„ 20. fl— 6. 5oll auch alle Tage eine Schnap⸗Scheibe neben der Haupt⸗ 3 Scheibe an Diſtanz und Groͤße aufgehaͤngt werden, worauf 4.) 2 15. fl. dui zaglüch ge 83 Eelegmng 1. Batztmedi zehen Naͤchſten um& 2 2. fl. 31 5 ·₰ 12. Welcher nun von obigen Gewinnen etwas erlangen wird, 6)„ 27 I0 fl 1 deſch ſoll ſein Gewinn, nebſt einer Fahne mit Gluͤckwuͤn⸗ .. ul/ 3 3 3 7. 7. 8 ſi.— hin von den. Meotmnenſten ereht werden, jedoch wird vom eden fl. 3. xer vor alles.— 8. 2„ 6. fl. 93. ISolte einer oder der andere, obhabender Geſchaͤfte wegen, den 3 ſſtteu Tag bey dem Auszug und Schießen nicht erſcheinen koͤn⸗ 85 3 3 f. alb en, ſo kan derſelbe den aten Tag annoch zukommen. 10 2. 2 4. fl. 15. 9 1
Letztlichen ſoll denen HHn. Schutzen Zeit währendem Schießen nit gutem Quartier/ Eſſen und Trincken um einen billigen Preiß aufgewartet/ und mit Muſic und anderem erlaubtem Di⸗
vertiſſement an Handen gegangen werden. Bußtzbach den iſten Sept. 1749. Plapgeſece.
Johannes Wagner, Rathsverwandter. Ludwig Kumpff, aͤlter Schuͤtzen Meiſter. Sebaſtian Hering.
Georg Carl GOrth.
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