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Festbeilage des Gießener Anzeigers zur Hundertjahrfeier des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 zu Gießen : 7. - 9. Juni 1913
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Zeil dem Kaiſer-Regiment!

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Feſtlied zur Jahrhundert⸗Feier des Inf.⸗Regiments Kaiſer Wilhelm(. Großh. Seſſ.) Nr. II63u Gießen.

Mel.: Ich bin ein Preuße.

J. Zeil und Willkomm' euch, Regimentskam'raden,

Die ihr euch ſchartet zum Jahrhundertfeſt! Seht, wie Erinn'rung lacht auf allen Pfaden, Die uns die Herzen höher ſchlagen läßt.

Laßt ſingen uns und ſagen

Von unſ'ren Waffentagen,

Von Lieb' und Treu', die uns im Herzen brennt, Für unſer jubelfrohes Regiment!:,:

. Du ward'ſt gefügt aus wack'ren Bataillonen,

Geſtählt im blutig⸗heißen Waffentanz,

Rings in Europas weiten Länderzonen Erſtritteſt du manch gold'nen Ehrenkranz. Stets wußteſt du zu wahren,

In Not, Tod und Gefahren,

„: Die alte Heſſentreue bis ans End',

Heil dir und Preis, mein wackres Regiment!:;

. Ja deine ſtolzen, kampfgeweihten Fahnen,

Sie führten allzeit dich zu Sieg und Ruhm; Gar tapf're Männer führten dich die Bahnen, zu unvergänglich hohem Heldentum.

Im Vrieg gleich wie im Frieden

War Lorbeer dir beſchieden,

„ Und wer des heil'gen Kampfes Helden nennt, Der nennt auch ſtolz das zweite Regiment.:“

4. Drum ward des Kaiſernamens hohe Ehre

Von Herrſchers Gnaden dir dereinſt beſchert, Weil du geſtanden ſtets in ſtarker Wehre

Und trugſt den Schild des Ruhmes unverſehrt. Mög' dich zu allen Zeiten

Der Geiſt der Väter leiten,

„ Daß jeder ſtolz und freudig es bekennt,

Ich bin vom tapf'ren Kaiſerregiment!:;:

. Uns aber, die in deinen Reihen ſtanden,

Umſchlingt gar feſt das Kameradenband,

Was wir in Kaiſers Ehrenkleid empfanden, Glüht uns im Herzen licht wie Sonnenbrand. Ob wir beim Kugelſchmettern

Gekämpft in Schlachtenwettern,

„ Ob„Friedenskrieg“ wir führten im Geländ', Wir dienten treu des Kaiſers Regiment!:“

. Und wenn uns heut' die alten Giebel winken,

Wie ſchlägt ſo warm das alte Kriegerherz Und läßt aus ungetrübtem Quell uns trinken,

Der alten Waffenzeiten Freud' und Schmerz.

Wohl mußt' im Städtlein drinnen

Manch’ altes Werk zerrinnen,

„ Doch einer iſt's, der zeitgemäß ſtets blieb, Der alte Heldentummelplatz— der Trieb!:;:

7. So laſſet froh des Tages Luſt uns koſten, Umſchlungen von der Heimat gold'nem Band, Stimmt an das Feldgeſchrei auf allen Poſten, „Mit Gott für Kaiſer, Fürſt und Vaterland!“ Steht feſt, ihr Heſſenbrüder,

Als deutſchen Weſens Züter, „ Und haltet heil'ge Treue bis ans End'’, Dem alten tapfren Kaiſerregiment!;;:

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Roemheld⸗Nidda RRRRRETEE eeeRnu 8

Illuſtrations⸗Rotationsdruck der Brühl'ſchen Univerſitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.

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