Erganzung der Gedenkſchrift zum hundertjährigen Geſtehen der Kirma Georg Philipp Gail in Gießen.
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RKurze(lberſicht über die Jahre 1912—1922, zuſammengeſtellt ankäßlich der Einweihung des Neuen Kabrikgebaudes am Erdkauterweg in Gießen am 28. Januar 1922.
h. c. Wilhelm Gail nahm an dieſem Tage ſeinen Sohn, Dr. jur. Georg Gail, 9) als Teilhaber in die Firma auf: Der Vertreter der vierten Generation ſeit Gründung des Geſchäftes, der ſechſte Träger des Namens Galil trat damit an leitende Stelle fdes Betriebes. So wurde zuverſichtlich der Weg ins zweite Säkulum begonnen. Zwar ſiel die Jahrhundertfeier in„kritiſche und unerfreuliche Zeiten“, zumal für das Tabakgewerbe, wie der Chroniſt am Schluſſe der Feſtſchrift berichtet; doch mutig durfte man der Zukunft ins Antlitz ſchauen; man war ja entſchloſſen, unentwegt auch weiterhin der bewährten Bahn zu folgen, für die unterm Zeichen des Bienenkorbes rechtſchaffener Kaufmannsgeiſt in zehn Jahrzehnten die ſichere Grundlage erarbeitet hatte, der Bahn, die nicht in bequemer Stetigkeit dahinzieht, doch immer aufwärts führt. ₰
Bereits am 19. Oktober 1912 wurde der Betrieb bedeutend erweitert: in ermieteten Räumen der früher Schirmer'ſchen Fabrik Ecke Oſtanlage und Marburgerſtraße konnte eine nenzeitlich eingerichtete Zweigfabrik für Rauchtabakherſtellung eröffnet werden.


