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2SSehAeleeleeees.
Konzert in der Geſthalle (ontag, den 17. Juli, nachmittags 4 Uhr
ausgeführt von der Kapelle der Gießener Freiwilligen Feuerwehr unter Eeitung ihres Dirinenken Derrn Derm. GWeller.
S ☛‿ᷓ Drogramm.
1. WMarſch der Gießener Freiwilligen Keuerwehr Geller (Jum 50 jährigen Jubikäum)
2. Jubel⸗Ouverture Gach
3. TNakiri=Walzer aus der Operette„Ualiris Hochzeit⸗ Eincke
4.„zwei Herzen und ein Schlag.“(ola für 2 Trompeten Haſſelmann (Herren Schmitz u. Sieck)
5.„Geiſebilder.“ Divertiſſement... Reſch
6.(pfeif⸗Eied aus der Operette„Frükingskuf 4. Straußz
7.„Amſelſchkag.“ Solo für Pikkokoflöte. Güdiger
(Herr Schneider)
S. prinzeſſin⸗Quadrille. Erich
9.„Oereinte Fahnen.“ Marſch. Gabriel
10. Ouverture zur Oper„Norma. Gellini
UI.„Ich bin ein Rind vom Ehein.“ Wakzer a. Oeaehouee zeller
12.„(Weidmanns Lieblingslieder.“(Potpourri Geckling
bends 8 Uhr: ☛☚‿ ☛☚‿‿ Konzert G ‿‿
ausgeführt von der Rapelle der Gießener Hreiwilligen Keuerwehr unter Eeitung ihres Dirigenten Peren Derm. Hyeßen
Feuerwehrbundeslied.
Mel.: Vereinigt hält uns edler Freundſchaft Bande; Wer fragte wohl, woher d Sind wir doch Söhne all vom Heſſenlande Und ſeine Feuerwehr!
Droht tückiſches Verderben unſerm Herde, Es findet jederzeit
Mit Schlauch und Axt, wie mit dem Rohr und Schwerte Sum Rampfe uns bereit.
Bekränzt mit Laub ꝛe.
Sin Feuer nur ſoll immer in uns brennen, Tief in des Herzens Grund,
Wenn wir uns freudig Heſſen, Deutſche nennen Mit hHerz und hand und Mund.
Solch Feuer, das die Lieb' in uns entzündet, Die Lieb' zum Vaterland,
Zu ſchüren, nicht zu löſchen, ſind verbündet Wir all' durch Schlag der Hand.
Dies Feuer lodre heut in hehren Gluten
Dem Vaterland zum Preis—
Hier an des Heſſenſtromes hellen Fluten, In unſerm Bundeskreis.
Ein dreifach Hoch dem deutſchen Vaterlande Und ſeiner Einigkeit, Ein donnerndes, das zu des Rheines Strande
Dem Echo Flügel leiht!
Und alle, die uns nah, die gleiches Streben Uns eint und zu uns zog:
Hoch ſollen Heſſens Feuerwehren leben, Sie alle, dreimal hoch!
b
Mel.: Wohlauf noch getrunken ꝛc.
Mam'raden getrunken den ſchäumenden Saft, Ein Trinklied geſungen mit Feuer und Araft, Wir ſind ja ſo ſelten in frohem Verein, D'rum wollen wir heut' einmal kreuzfidel ſein.
Als Männer, die löſchen, ſind längſt wir bekannt, Wir fühlen uns heimiſch bei Feuer und Brand: Doch weil man nicht immer beim Feuer kann ſein, So kehren wir heute beim Biergelag ein.
Es hat ſich ſchon glänzend bewährt unſer Mut, Wenn eine Barack wir geſtellt unter Flut; Wo's Sturmglocklein läutet, ſind raſch wir zur Stell: Bei Schoppengeläute doch ebenſo ſchnell.
Wir lieben das Waſſer in Zeiten der Not, Wenn praſſelnd die Flamme den Nächſten bedroht: Doch wenn uns nicht Waſſer und Feuer zur Hand, So dämpfen und löſchen mit Bier wir den Brand.
Fort Griesgram! der Frohſinn entfalt ſein Panier! Hoch lebe Gambrinus! Hoch lebe das Bier! Auf, füllet die Gläſer und trinket ſie leer: „Hur Wehr gilt's dem Nächſten, dem höchſten zur Ehr'!“
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Mel.: Herbei, herbei, du deutſche ꝛc. Gegrüßt, gegrüßt ſeid all' mit Herz und Hand Die Ihr als deutſche Männer Euch erzeiget, Die Ihr zu edlem Zweck geknüpft ein Band, Das feſt beſteht, vor dem der Spott ſich neiget: Es iſt das Corps der wackern Feuerwehr, Das ſich verpflichtet freudig, frei und bieder, Des Feuers Macht mit deutſcher Kraft zu dämpfen nieder, Dem Kächſten ſtets zur Wehr und Gott zur Ehr'.
Manch ſchöner Tag ſchwand uns in Einigkeit Und im Bewußtſein, daß des Bürgers Zierde Der Tugend ſich zu weih'n iſt, und bereit, Da einzuſteh'n mit edlem Mut und Würde, Wo's öffentliche Wohl uns ruft zumal: Durch Mitgefühl und Taten teilzunehmen: Sei unſer Ziel, der Wille feſt, durch nichts zu lähmen. Für Einen Alle, Einer auch für All'!
So treu vereint laßt uns mit feſtem Mut Für alles Schöne, Edle wacker kämpfen! Es walle friſch des Feuerwehrmanns Blut, Er ſei bereit, die Flammenglut zu dämpfen, Es wehe ehrenvoll die Fahne hoch, Zu der wir ſtehn, mit treuem Pflichtgefühle, En Einigkeit, beim frohen Feſt, in Kampfesſchwüle, Voran zum Ziel, es folgen Andere noch!
Literariſches.
Im Verlage von Fr. Ebbecke in Liſſa erſchien unter dem Geſamttitel „Der Vereinsredner“ eine Sammlung von Toaſten und Tiſchreden.— Heft 3 dieſer Sammlung enthält: Reden und Toaſte für Feuerwehrvereine, herausgegeben von Hermann Oeſterwitz. Preis 80 Pfg. Es ſind dies neue Originalarbeiten, die dem Spruche„Kürze iſt der Rede Würze“ gerecht werden. Einfach und ſchlicht in der Form ſind es Muſterleiſtungen für alle Fälle von Feiern, die in einem Feuer⸗ wehrverein ſich ereignen können. Vorſtandsmitglieder von Feuerwehrvereinen ſollten nicht verſäumen, ſich dies billige Büchlein zu eigen zu machen, ſie werden darin recht treffende Anleitungen finden, kurz und packend gegebenenfalls öffentlich zu ſprechen. Nicht jedem iſt es gegeben, aus dem Stegreif zu reden, zumeiſt weil ihm der Gedankengang mangelt oder das Zeremoniell höflicher Konnivenz nicht gleich zur Hand geht; wer dies Büchlein beſitzt und ſich danach orientiert, wird leicht nach dem gegebenen Schema in allen Fällen die Form und die Worte der ihm wünſchenswerten Coaſte und Tiſchrede ſich zu eigen machen können.


